Tonmalerei
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Nach der Regel „fett auf mager“ wird zunächst das vorgezeichnete Motiv in verhaltenen Grundtönen angelegt. Diese jeweiligen „Lokalfarben“ werden nach und nach in der Intensität gesteigert. Es ist ein Malen in den feuchten Farben. Sofern mit dem Borstenpinsel gearbeitet wird, sind Hilfsmittel hierfür kaum nötig. Wiederholtes leichtes „Vertreiben“ mit einem Haarpinsel führt zu Glättungen der Oberfläche und Reduzierung überflüssiger Farbanteile.
Dieses wiederum macht koloristische Steigerungen und Veränderungen möglich, ohne Trocknungsprozesse abzuwarten. Die Farben des Bildes sollten in der Tonmalerei dem vorher angelegten Grundton verwandt sein. Abschließend, wenn keine Veränderungen mehr gewünscht sind, können letzte Farbaufträge partiell auch pastos gesetzt werden. Wenn die Oberfläche des endgültigen Bildes gleichmäßig glatt erscheinen soll, kann mit weichem Haarpinsel ohne mechanischen Druck die Bildfläche geglättet werden. Bei diesen Arbeitsgängen sollte der Haarpinsel zwischendurch nicht ausgewaschen, sondern immer nur gut abgetrocknet werden. Als Prinzip gilt – wie auch bei anderen Techniken: Zunächst der Grundton, dann Steigerung des Kolorits. Dann folgt das Malen von Kontrasten und Schatten und schließlich das Setzen von Lichtern.
Phase 1
Das Bild wird zunächst nach Kohle-Vorzeichnung mit schnell trocknender PRIMAcryl® vorbereitet im Farbton Grüne Erde, welcher in mehreren Lasuren aufgetragen die wichtigsten Elemente modelliert. Der Hintergrund wird mit einer Indigo-Weiß-Mischung flächig angelegt. Auf der getrockneten Untermalung erfolgt nun eine Ganz-Lasur (hier wegen des besseren Verständnisses halb dargestellt) mit breitem Flächenpinsel und stark verdünnter Ölfarbe (Sienna gebrannt). Malmittel: MUSSINI® Medium 1. (Oder jede andere Firma, Farbe, Malmittel. Jeder soll das nehmen auf das er Lust hat!)
Phase 2
In dieser Phase beginnt die eigentliche Tonmalerei. Das Material ist der Borstenpinsel und ein weicher Haarpinsel, der eher zum Ausgleichen/ Glätten, als zum Malen verwendet wird. Damit die Arbeit zügig vonstatten geht und die Partien nicht zu naß sind, sollte ein Malmittel, wie das MUSSINI® Medium 3 (oder Rapid), nur ganz sparsam angewendet werden! Hier wurde gänzlich darauf verzichtet. Trockene Aufstriche lassen teils den Untergrund durchwirken – quasi als Grundstimmung.
Die Farbtöne des Haares bestehen aus Umbra gebrannt. Abdunklungen werden durch Zugabe von Ultramarin erreicht. Aufhellungen durch Zugaben von Titanweiß.
Der Grund-Hautton besteht aus Titanweiß + Lichter Ocker und Siena gebrannt. Damit der Farbton nicht süßlich wirkt, ist eine geringe Menge Chromoxidgrünton feurig beigemischt. Varianten ergeben dunklere Werte, Weißbeimischungen ergeben plastische Helligkeiten. Das Weiß der Augen entsteht aus Titanweiß + Ultramarin, Konturen – wie z.B. die Augenbrauen, Pupillen oder das Nasenloch – aus Umbra gebrannt + Ultramarin. Einige Konturen der vorherigen Untermalung bleiben stehen und ergeben somit eine lebendige „malerische“ Linie.
Phase 3
Die „Fleischpartien“ werden lebendiger durch Hineinmalen einiger bunter Töne wie Indischgelb + Titanweiß für die Lichter, Krapprot + Lichter Ocker + Titanweiß, Krapprot + Chromoxidgrünton feurig + Titanweiß für die Schatten. Die hellsten Lichter entstehen abschließend durch ein leicht mit Lichter Ocker gebrochenes Titanweiß.
In dieser letzten Phase müssen keine Glättungen mehr vorgenommen werden. Custom Accounting Essay So können also die Lichter etwas pastos auf der Fläche stehen.
Der Hintergrund bekommt ein belebendes „Muster“ mit einer Ultramarin/ Titanweiß-Mischung. Die Haare werden erhellt durch Siena gebrannt + Ultramarin + Titanweiß. Der Blusenträger bekommt einige Ultramarin + Weiß-Varianten. Einige Konturen werden schließlich mit einer Mischung aus Krapprot + Chromoxidgrünton feurig nachgezogen.


