Tommy (KdM September 2007)
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Tommy - Künstler des Monats September 2007
Fragebogen
Wie hast Du unser Malerforum "Malerfreunde.com" gefunden?
Nach dem ich Infos über Bob Ross im Net suchte.
Welche Maltechnik bevorzugst du und warum?
Mehrere Maltechniken und vor allem Freistill. Verschieden bekannte Maltechniken helfen mir zu lernen und sich zu entwickeln. Mein Freistill dient mir, mich zu entdecken und die Individualität zu finden.
Welche Materialien benutzt du?
Öl und Acrylfarben, Bleistifte, Kohle
Probierst du auch andere Techniken aus?
Immer wieder.
Wie findest du deine Malmotive?
In der Natur, durch Fotos, in eigener Fantasie und manchmal lasse ich mich von anderen Werken inspirieren, in dem ich z.B. Farbkombinationen, oder Bildaufbau grob übernehme.
Hat sich dein Leben durch die Malerei verändert und wenn ja, wie?
Malerei wurde zu einem wichtigem Teil meines Lebens und sie entfesselte im mir eine große Leidenschaft für Ausdruck. Sie ist der Teil meines Lebens, wo ich meditativ entspannen und neue Kräfte fürs Leben schöpfen kann. Ich empfinde sie wie eine, der wichtigsten Lebensaufgaben die ich habe. Darüber hinaus ist sie wie ein Segen, der mir wie ein Spiegel mein Inneres offenbart.
Wer oder was beschäftigt dich außer der Malerei noch in deinem Leben?
In meinem Leben beschäftigt mich so ziemlich alles, was um mich herum passiert. Die Mitmenschen, mein Job, meine weiteren Hobbys und die Esoterik. Ich lebe mein Leben in der Gegenwart und konzentriere mich fast immer auf den Augenblick. Das heißt, dass ich den Situationen und den Menschen größte Aufmerksamkeit schenke, unabhängig, wie banal, oder unwichtig sie zu erscheinen mögen.
Respektiert deine Familie Deine Malerei und den Zeitaufwand, der damit verbunden ist?
Nix Familie - viel Zeit. ;)
Wer ist dein Lieblingsmaler in der Vergangenheit und der Gegenwart?
Eigentlich viele, aber am meisten beeindruckt mich Vincent van Gogh.
Hattest Du mit Deinen Bildern schon eine Ausstellung/ eine Vernissage?
Nein, bis jetzt verspürte ich kein Bedürfnis, aber ich glaube es dauert nicht mehr lange, bis das geschieht.
Wo siehst Du Dich und Deine Malerei in einigen Jahren?
Hm, das ist eine schwierige Frage. Ich weiß, dass ich viel besser werde und ich weiß auch, dass die Malerei noch mehr ins Zentrum meines Lebens rücken wird. Ich habe ein paar Ideen für Projekte, aber diese möchte ich noch nicht verraten.
Hast Du Vorschläge an die Moderatoren, um unser Forum noch besser zu gestalten?
Nein. ;)
Werdegang
An einem kaltem Abend, im Dezember 1973, in einem kleinem Ort, im Süden Polens kam ein Junge zur Welt, den die Eltern Thomas nannten. Ein aufgeweckter und neugieriger Bursche, der schon recht früh, gerne zu Stiften griff und sich nicht nur auf den Blättern verewigte. Er wuchs gesund auf und zeigte an Allem ein großes Interesse.
So war ich und bin es bis heute noch - nur heute, bin ich etwas größer geworden. :) Meine ersten kreativen Versuche machte ich im Alter von etwa 10 Jahren. Ich zeichnete unheimlich gerne Tiere. Ob Pferde, Hühner, Katzen, oder Kühe, alle waren es wert gezeichnet zu werden. In der Schule liebte ich natürlich das Zeichenunterricht, welches mich nicht sonderlich anstrengte. Überhaupt in der Schule, zeichnete ich am meisten. Wenn der Unterricht langweilig war, zeichnete ich mit zwei anderen Kumpels Karikaturen von einem Lehrer, den wir ganz und gar nicht mochten.
Später mit 15 wurde ich ein Rocker, oder auch Metaller genannt. Passend zu dieser Musik fing ich an bizzare Bilder zu zeichnen: Totenköpfe, Monster, Drachen, Feuer... - Hauptsache erschreckend genug.
Als ich begann meinen ersten Beruf zu erlernen, hat die Zeichenlust nachgelassen. Ich lernte Glasbläser, wo ich genügend Ventil für meinen kreativen Ausdruck fand. Auch, als ich meinen zweiten Beruf, Grafiker lernte, konnte meine Kreativität in diese Richtung einfließen.
Doch irgendwann verspürte ich wieder Lust zum Zeichnen. Ich hatte einen Arbeitskollegen, der mit Aquarell malte. Eines Tages zeigte er mir seine Bilder und in dem Moment wusste ich: „ich will malen„ . Ich kaufte mir, was nötig war und legte los. Da das Zeichnen mir keine Probleme machte, konzentrierte ich mich auf die Farben und entdeckte meine größte Leidenschaft. Natürlich malte ich schon als Kind mit Wasserfarben, aber diesmal war es was anderes. Kurze Zeit später entdeckte ich Tempera und Acryl. Meine Motive waren meistens abstrakt, oder surreal. Es war eine Zeit, wo ich mein Inneres durch den Ausdruck erforschte und zum Teil verarbeitete.
Dann malte ich eine Weile kaum noch, da ich meine weiteren Leidenschaften entdeckte: Musik und Fotografie. Anfang 2005 lernte ich durch Zufall den Bob Ross und seine Sendungen kennen. Es hatte eine Sendung und 24 Std. gebraucht, bis ich fast alles für seine Technik zu Hause hatte. Ich gab Mittags 150 Euro aus und schon am Abend malte ich mein erstes Bild.
Danach kam die Renesaince. Ich malte ein Bild nach dem anderem. Manchmal 3 Stück am Tag. Wie beflügelt entdeckte ich die Welt der Farben und Formen. Bilder im BR Still malte ich nicht lange, ich wollte mehr, ich wollte "alles" ausprobieren. So malte ich einige Bilder nach, studierte die Malbücher und wagte eigene Interpretationen.
Momentan bin ich immer noch am entdecken und experimentieren und springe zwischen einem Stil zu anderem. Oft erschaffe ich kontroverse Sachen, die manche sicher mit Kopfschütteln betrachten. Ich weiß, ich werde in der Malerei für mich noch viel entdecken und meine richtige Mallust ist dabei, erst richtig zu erwachen. Irgendwie machte ich mein ganzes Leben irgendwas kreatives. Der Drang in mir, sich ausdrücken zu wollen, war und ist bis heute noch sehr stark. Ich habe tausende Ideen und ich hoffe, mir reicht mein Leben, um wenigstens die Hälfte zu verwirklichen. :)
