Suena (KdM Mai 2008)

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Suena - Künstlerin des Monats Mai 2008

Suena
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Fragebogen

Wie hast Du unser Malerforum "Malerfreunde.com" gefunden?

Ich suchte nach Informationen über Maltechniken, gab das in den Google ein und so fand ich Euch.

Welche Maltechnik bevorzugst Du und warum?

Ich male hauptsächlich in Acryl, weil ich damit auch meine ersten Erfahrungen gemacht habe und mich über das Medium Öl noch nicht so richtig drübertraue. Aber das kommt sicher noch, meine ersten vorsichtigen Experimente mit Öl habe ich schon hinter mir. Acryl hat den Vorteil, dass es meinem Naturell entspricht - impulsives, schnelles Malen ist damit möglich, weil es keine langen Trocknungszeiten gibt. Das hat natürlich den Nachteil, dass es schwierig wird, schöne Übergänge oder Schattierungen zu malen. Darum wirken meine Bilder oft "grob". Ich werde das hoffentlich noch in den Griff kriegen.

Welche Materialien benutzt Du?

Fertig aufgezogene Leinwände, Acrylfarben der Marke "Memory", seit neuesten einen Trocknungsverzögerer (da mach ich gerade die ersten Versuche damit), und weil ich jetzt begonnen habe, erste Experimente mit Öl zu machen, hab ich mir fürs Erste ein Sortiment an kleinen Ölfarben zugelegt, zum Ausprobieren.

Probierst du auch andere Techniken aus?

Ich möchte erst Sicherheit in den Techniken erlangen, die ich derzeit praktiziere :-), ich bin da noch sehr unsicher.

Wie findest Du Deine Malmotive?

Fotos, oder ich schau im Netz nach lizenzfreien Vorlagen. Oft ist es auch Kopfkino, da brauch ich dann keine Fotos dazu. Manche Bilder sind auch einfach ein Ausdruck meiner Gefühlslage, oder nur gemalt, um meinem oft übermächtigen Trieb, etwas Schönes oder Harmonisches zu produzieren, Raum zu geben.

Hat sich Dein Leben durch die Malerei verändert und wenn ja, wie?

Ich bin zufriedener. Das beschreibt das am Besten, finde ich. Früher hatte ich oft gefürchtete Kreativanfälle, da musste ich (als Beispiel) irgendwo Fliesen runterstemmen und neue, ganz schöne wieder raufkleben, damit ich ein Ventil für meine Verschönerungsanfälle hatte. Das war war oft sehr zeitaufwändig, machte viel Schmutz und Ärger mit der Familie. ;-) Oder ich malte pausenlos Räume aus, weil ich wieder dem Verschönerungsdrang in mir spürte. Jetzt habe ich eine Möglichkeit, das anders auszudrücken - ich nehm mir eine Leinwand, arbeite wie im Wahn mit Farben herum - anfgangs noch zweifelnd, dann immer zügiger und immer euphorischer - und wenn das Bild dann fertig ist, gehts mir so richtig gut.

Wer oder was beschäftigt Dich außer der Malerei noch in deinem Leben?

Meine Familie steht da an erster Stelle, und weil ich vor Jahren in ein uraltes Haus gezogen bin, das ich seit dieser Zeit ständig renoviere, gibts da auch noch genügend Möglichkeiten, sich zeitmäßig zu beschäftigen. Jobmäßig bin ich in einem Büro, das war dann lange Zeit der Gegenpart zum Mauern, Stemmen und Verputzen ;-) Inzwischen sind es Gottseidank eher harmlosere Renovierungsarbeiten, die gröbsten sind schon erledigt. Interessensmäßig beschäftige ich mich gerne mit Alternativmedizin und allem, was in dieses Thema irgendwie reinpasst.

Respektiert deine Familie Deine Malerei und den Zeitaufwand, der damit verbunden ist?

Ja, auf jeden Fall. Es ist, im Hinblick auf meine früheren Kreativanfälle, sehr familienschonend. Sie haben begonnen, meine Bilder zu lieben.... Auch vom Zeitaufwand her ist es wesentlich besser, denn ich male meistens dann, wenn andere vor dem TV sitzen - da gehe ich niemandem ab.

Wer ist Dein Lieblingsmaler in der Vergangenheit und Gegenwart?

Meine Favoriten waren immer schon Impressionisten und Jugendstilmaler. Heute gefallen mir auch viele Werke aus dem Phantastischen Naturalismus. Bestimmte Lieblingsmaler hab ich nicht direkt, weil mir manche Werke von einem Maler gefallen, andere eher nicht. Mich fasziniert z.B. die Art und Weise von Klimt, Ornamente in ein Bild zu integrieren - seine Art, Gesichter und Körper darzustellen, spricht mich hingegen nicht an.

Hattest Du mit Deinen Bildern schon eine Ausstellung / eine Vernissage?

Nein. Dazu male ich viel zu kurz, es sind erst ein paar Monate und dazu bin ich auch viel zu unsicher.

Wo siehst Du Dich und Deine Malerei in einigen Jahren?

Ich denke, ich werde mir etwas einfallen lassen müssen, um meine Bilder gut zu lagern. Das ist jetzt schon ein Platzproblem. Und um für mich persönlich in die Zukunft zu sehen: Ich werde, wenn ich weitermalen kann, ein sehr zufriedener Mensch sein, weil ich mit der Malerei eine Möglichkeit gefunden habe, einen wichtigen Teil von dem, was mich selbst ausmacht, Raum zu geben. Es ist ein Stück "sich selbst leben können", das dadurch verwirklicht wird.

Hast Du Vorschläge an die Moderatoren, um unser Forum noch besser zu gestalten?

Ihr seid goldrichtig - bitte bleibt genauso, wie Ihr seid.



Werdegang

Infos:

Malen - das ist nichts für mich, dachte ich immer. Mit Pastellkreiden und Bleistift zu zeichnen, das hatte ich in meiner Jugend schon mal ausprobiert, das gefiel mir damals gut - aber ein Pinsel verbog sich immer und war für mich ein unberechenbares, wundersames Ding, das ständig versuchen würde, seitlich auszuweichen, wenn ich eine gerade Linie zeichnen wollte...darum war das Thema Malen für mich nie ein relevantes.

Vor einigen Monaten fiel mir jedoch durch Zufall ein Buch von Thomas Martin in die Hand, in dem Acrylbilder mithilfe von Klebebändern und Küchenschwämmen hergestellt wurden - also ohne den mir ach so suspekten und daher gemiedenen Pinsel. Ja, das klingt gut, dachte ich mir.

Mit Feuereifer stürzte ich mich auf mein erstes Acrylbild - und es machte Spaß, sehr viel Spaß. Und ermutigt durch diese ersten Erfahrungen mit Acrylfarben traute ich mich dann doch, einen Pinsel in die Hand zu nehmen - ehrfürchtig, schüchtern und zittrig.

Und siehe da - meine jahrelange Skepsis wich einer nicht mehr enden wollenden Euphorie. Und mit jedem Bild wächst die Freude an dem Spiel der Farben und der Formen, an dem sich langsam entwickelnden Motiv noch weiter.

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