Strand und Meer IV
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[bearbeiten] Brechende Welle am Felsen
In Teil III hatte ich die sich brechende Welle demonstriert.
Jetzt demonstriere ich nicht nur die Dynamik, sondern auch die Kraft einer Welle.
Hierzu wähle ich als Motiv eine kleine Bucht, in der ich aus sicherer Entfernung hineinschauen.
Vorzeichnung mit grauer Kreide
Den Himmel lege ich mit blau und grau an und verwische von hell nach dunkel.
Mit einem dunklen Grün lege ich, in Verwischtechnik, die entfernte Wasserfläche an.
Mit weiß und schwarz lasse ich auf dieser Wasserfläche ein paar Wellen entstehen und lege schon mal die vordere Felsenkante an. Hierzu ein dunkles Ocker.
Der Felsen wird nun weiter ausgestaltet, wobei ich hier nur leicht verwische und helle Bereiche stehen lasse. Die brauche ich noch für mein Wasser.
In die kleine Bucht setzte ich nun mit dunklem grau ein paar Wellenlinien, die mir zur Gestaltung des Wassers und seiner Bewegung dienen.
Den Bereich der Bucht, also zwischen den Wellenlinien gestalte ich verwischend mit hellem Grau, der mir als Untergrund für mein schäumendes Wasser dient.
Beim Verwischen beziehe ich die Basis des Felsens mit ein und erhalte jetzt schon eine Vorahnung wie sich das Wasser verhalten wird.
Mit dem gleichen hellen Grau lasse ich jetzt den Untergrund des Wassers am Felsen zerschellen. Das heißt ich bewege die Kreide so, dass sie die Laufrichtung des Wassers folgt.
Ich lass das Wasser bis über den Felsen als Gischt steigen, die vom Wind verweht wird.
Nach diesem „Grundieren“ der Wasserfläche, fixiere ich die gesamte Bucht.
Die Zwischenfixierung ist notwendig, da ich nun mit weiß arbeiten will und ich vermeiden muss, dass sich das Weiß mit dem Untergrund vermischt.
Nach dem Trocknen, lasse ich mit Weiß schöne weiße Gischt in der Bucht entstehen. Malrichtung immer auf den Felsen zu, so wie das Wasser in die Bucht drängt.
Und es wird nicht verwischt, sondern granulierenden, also mit ganz leichtem Druck, ein gebrochener Farbauftrag gestaltet. Und immer in Wellenform die Kreide bewegen.
Diesen granulierenden Farbauftrag setze ich in der ganzen Bucht ein und lasse die Gischt an den Felsen schmettern und vom Wind zerfetzen.
Ich achte darauf, dass der Felsen nicht zugekleistert wird, sondern noch durch die Gischt erkennbar bleibt.
Um den schäumenden Gesamteindruck zu verstärken, gestalte ich im Vordergrund noch eine felsige Struktur mit dunklem Braun, hellem Grau und Schwarz.
Bin ich zufrieden, ist es fertig.
von BigGeorge
