Papier FAQ

Aus Malerfreunde Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Kleines Lexikon

„Papier – Karton – Pappe“



Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



A

AP-Papier

Abkürzung für Papiersorten, die ganz oder überwiegend aus Altpapier bestehen. Dazu zählen traditionell viele der für Verpackungszwecke bestimmte Papier-, Karton und Pappesorten (vor allem Wellpappenrohpapiere) sowie ein Teil der in der Bundesrepublik Deutschland erzeugten Hygienepapiere. Außerdem werden auch Druck- und Schreibpapiere aus Altpapieren hergestellt. In der Bundesrepublik Deutschland hergestelltes Zeitungsdruckpapier besteht zum überwiegenden Teil aus Altpapier.

B

Banknotenpapier

Stark beanspruchbares, alterungsbeständiges, für Mehrfarbendruck geeignetes Papier mit echtem Wasserzeichen und anderen „Fälschungssicherungen“ wie z.B. eingelegte Metallfäden. In der Bundesrepublik Deutschland wird Banknotenpapier überwiegend aus Baumwollkämmlingen (2-4 mm lange Faserabfälle der Baumwollverarbeitung) hergestellt.

Bankpostpapier

Bankpostpapier ist hochwertiges holzfreies Schreib- und Schreibmaschinenpapier, oft mit Wasserzeichen versehen.

Bibeldruckpapier

Holzfreies, manchmal hadernhaltiges, meist stark füllstoffhaltiges Spezialdruckpapier mit niedriger flächenbezogener Masse. Bibeldruckpapier muß sehr gute mechanische Eigenschaften und eine hohe Alterungsbeständigkeit aufweisen.

Briefumschlagpapier

Briefumschlagpapier wird holzfrei und holzhaltig, einseitig glatt oder satiniert, weiß und farbig für Umschläge hergestellt. Es muß undurchsichtig, beschreibbar, bedruckbar und falzfest sein.Zur Herstellung von Briefumschlagpapier wird in größerem Maße Altpapierstoff eingesetzt.

Buchdruckpapier

Buchdruckpapiere sind holzfreie oder holzhaltige, meist auf Volumen, also Dicke und Flächengewicht gearbeitete Druckpapiere. Sie werden auch als Werkdruckpapiere oder als Werkdruck bezeichnet.

Buntpapier

Sammelbegriff für Papier, das auf einer Seite farbig gestrichen, bedruckt, lackiert, marmoriert oder andersartig gemustert ist. Bei der handwerklichen Buntpapierherstellung werden sehr unterschiedliche Herstelltechniken angewandt.

Glanzpapier

mit Wachszusatz farbig gestrichen und nach dem Trocknen mittels Achatstein oder Friktionskalander geglättet.

Kattunpapier

im Leimdruckverfahren, ähnlich wie Tapeten, hergestellt.

Kleisterpapier

mit Farbe vermischter Buchbinderkleister per Hand gestrichen; als Hilfsmittel für die Mustergebung dienen Kämme, Hasenpfoten, Pinsel, Schwämme usw.

Weitere Buntpapier-Spezialitäten

Leder-, Marmor-, Batik-, Knitter-, Brokat-, Velourpapiere.)

C

Chlorfreies Papier

Verkürzte und insofern irreführende Bezeichnung für Papiere aus Zellstoffen, die nicht mit Chlorverbindungen gebleicht sind.Das Papier selbst wird nicht gebleicht.Das Angebot von chlorfrei gebleichten Sulfatzellstoffenist aus verfahrenstechnischen Gründen weltweit z.Zt. noch begrenzt, wird jedochin den nächsten Jahren ansteigen.

Chromoersatzkarton

Chromoersatzkarton ist ein mehrlagiger Karton, Essays der ein- oder beidseitig holzfreigedeckt und einseitig glatt ist.Zwischen zwei Decklagen, von denen mindestens eine ausgebleichtem Zellstoff besteht, befinden sich Zwischenlagen und Einlagen aus Holzstoff oder Altpapierstoff (helle Kartonagenabfälle).

Chromopapier

-->Etikettenpapier

Chromokarton

Chromokarton ist ein mehrlagiger Karton,dessen Decklage aus Zellstoff oder holzfreiem Altpapierstoff besteht und gestrichen ist. Chromokarton wird für Faltschachteln,Schaukartons (Displays), Dekorationen, Schallplattenhüllen oder Buch- und Broschüreneinbände eingesetzt.


D

Dachpappe

Pappe, die mit Teer, Bitumen und/oder Naturasphalt getränkt ist. Zur Herstellung besandeter Dachpappen überzieht man die sog. nackte Dachpappe mit Tränkmasse und deckt sie mit Sand ab. Im Unterschied zu anderen Papierprodukten enthält Dachpappe meist einen Zusatz von Reißwolle.

Dekorpapier

Holzfreies, weißes oder unifarbiges Papier, das mehrstufig weiterverarbeitet wird. Vor einer Kunstharzimprägnierung wird es oft mit unterschiedlichen Dekoren, z.B. Holzmaserungen bedruckt. Das Endprodukt sind dann Schichtstoffplatten oder direkt beschichtete Spanplatten, die für die Möbelherstellung und den Innenausbau Verwendung finden.

Druckpapier

Unter dem Begriff Druckpapier faßt man alle bedruckbaren holzhaltigen und holzfreien Papiere zusammen, die als Träger gedruckter Informationen dienen. Neben gleichmäßiger rascher Farbannahme und -trocknung (Bedruckbarkeit) sowie Dimensionsstabilität, ausreichender Opazität (kein Durchscheinen des Rückseitendrucks) und Glätte verlangt man ein bestimmtes Maß an Festigkeit und Steifigkeit, damit das Papier schnell und störungsfrei die Maschine durchlaufen kann (Verdruckbarkeit).Viele Druckpapiere werden zur Verbesserung der Bedruckbarkeit gestrichen (-->gestrichenes Papier). Je nach Streichverfahren und Menge des aufgetragenen Streichmittels kann man die unregelmäßige Oberflächenstruktur des Rohpapieres teilweise oder ganz einebnen und glätten.Zu den leichtgewichtigen Druckpapieren zählen vor allem Telefon-, Kurs- und Adreßbuchpapiere (holzhaltig, satiniert, für den Rollendruck, im Gewichtsbereich unter 45 g/m2),-->LWC und--> Bibeldruckpapier .

Dünndruckpapier

Dünndruckpapier oder --> Bibeldruckpapier wurde vor über 100 Jahren erstmals für den Bibeldruck verwendet.Es ist ein Papier niedrigen Flächengewichts aus Hadern und gebleichtem Kraftzellstoff und wird z.B. für Werbedruck (Kataloge, Prospekte, Mailings, usw.), Akzidenzdruck (Zeitschriften, Broschüren, Beipackzettel, Formulare usw.) verwendet.

Duplexkarton

Duplexkarton besteht aus zwei Stofflagen, meistens aus Altpapierstoff gefertigt.

Durchschlagpapier

Meist holzfreies Papier im Gewichtsbereich von 30-40 g/m2 zur Herstellung von Briefdurchschlägen.

E

Echt-Pergament

Echt-Pergament, häufig auch Pergamentpapier genannt, ist ein Packstoff von hoher Reinheit, Fettundurchlässigkeit sowie besonderer Trocken- und Naßfestigkeit, hergestellt aus einem saugfähigen, reinen, gebleichtenZellstoff.Es wird in einem Spezialverfahren unter Verwendung von konzentrierter Schwefelsäure produziert. Danach werden dieSäurereste ausgewaschen, und das Echt-Pergament wird neutralisiert. Echt-Pergament – auch in Kombination mit Aluminiumfolie oder kunststoffbeschichtet – wird für die Verpackung von Butter, Margarine und sonstigen Fetten sowie von Käse und anderen Produkten der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Technisches Echt-Pergament findet silikonbeschichtet in verschiedenen Industrien als Trennschicht- oder Mitläuferpapier Verwendung.

Elektroisolierpapier

Festes, meist mit Kunstharzen imprägniertes, porenfreies Papier aus Zellstoff – manchmal auch mit Hadernzusatz hergestellt. Elektroisolierpapier darf weder Füllstoffe noch stromleitende Verunreinigungen (Metall, Kohle usw.), Salze oder Säuren enthalten. Die Porenfreiheit erreicht man durch Feinmahlen der Zellstofffasern.Für die Verwendung als sog. Kabelpapier, das spiralförmig um Leitungsdrähte gewickelt wird, werden Elektroisolierpapiere mit hoher Längsfestigkeit hergestellt. Zu den Elektroisolierpapieren zählen auch die Elektrolytpapiere, die sich durch hohe Saugfähigkeit und hohen Reinheitsgrad auszeichnen. Das hauchdünne Kondensatorpapier mit einer Dicke von 0,006 bis 0,0012 mm (flächenbezogene Masse 6-7 g/m2) muß gleichmäßig dick und porenfrei sein. Es zählt zu den teuersten Papieren.

Endlosdruckpapier

Für den Endlosdruck geeignetes Papier mit Randlochung für den exakten Papiertransport. Er wird für Text- und Datenverarbeitung eingesetzt.

Etikettenpapiere

Meist einseitig gestrichene Papiere, die im Offset- und teils auch im Tiefdruck mehrfarbig bedruckbar sein müssen. Das Papier ist im allgemeinen lackierbar, bronzierbar und stanzbar – manchmal auch naßfest und laugenfest, um das Ablösen der Etiketten in den Spülmaschinen z.B. der Brauereien sicherzustellen. Je nach Streich-Technik und -rezeptur unterscheidet man zwischen den maschinengestrichenen und Chromopapieren sowie den hochglänzenden, gußgestrichenen Papieren.

F

Faltschachtelkarton

Ein- oder mehrlagiger Karton aus Primär- und/ oder Sekundärfasern, teilweise mit gestrichener Vorderseite, der rill- und ritzfähig ist und die für Verpackungszwecke notwendige Steifigkeit aufweist.

Feinpapier

Qualitätsbezeichnung für eine Vielzahl hochwertiger, holzfreier auch mit Hadernzusatz oder ganz aus Hadern hergestellter Qualitätspapiere. An ein Feinpapier werden höchste Ansprüche in Bezug auf gleichmäßige Durchsicht, Oberflächenbeschaffenheit sowie auf Alterungs- und Lichtbeständigkeit gestellt.

Feinpappe

Feinpappe (Hartpappe) ist gekennzeichnet durch hohe Biegesteifigkeit, Spaltfestigkeit und Oberflächenhärte. Hergestellt wird sie als Handpappe und Wickelpappe aus besseren Altpapiersorten, Zellstoffen, Textilabfällen, seltener aus Holzschliff ohne oder nur mit wenig Füllstoff. Zum Erhöhen der Festigkeiten und Wasserdichtigkeit werden Kunststoff- Emulsionen zugegeben. Oft erfolgt noch ein Nachbehandeln durch Satinieren, Lackieren und Prägen. Zu den Feinpappen gehören Buchbinderpappe, Brandpappe, Jacquardpappe, Dichtungspappe, Kofferpappe, Schuhpappe, Preßspan und Stanzpappe.

Fettdichtes Papier

Die Fettdichtigkeit erreicht man entweder durch längeres, besonders feines Mahlen des Zellstoffs und porenfreie Blattbildung auf der Langsieb-Papiermaschine (-->Pergamentersatz, -->Pergamin) oder durch „Pergamentieren“ eines saugfähigen Zellstoffpapieres (--> Echt-Pergament ). Außerdem läßt sich die Fettdichtigkeit des Papiers durch den Zusatz von besonderen Hilfsmitteln erzielen.

Flammfestes Papier

Flammfestes Papier kann entflammen, muß aber sofort wieder erlöschen, wobei es verkohlt. Diese Eigenschaft erhält Papier durch Imprägnieren mit Hilfsstoffen, die in der Hitze eines Schutzgas entwickeln, das die Luft verdrängt. Andere Chemikalien, wie z. B. Wasserglas, erhöhen die Entzündungstemperatur.

Fotopapier

Als Rohpapier für die Fotopapierherstellung verwendet man ein weitgehend naßfestes, dimensionsstabiles, chemisch neutrales Zellstoffpapier, das frei von Verunreinigungen wie z.B. Eisen- oder Kupferspuren sein muß; derartige Fremdstoffe würden eine unerwünschte Abscheidung des metallischen Silbers bewirken.Heu te haben beidseitig mit einer dünnen Polyethylenfolie beschichtete Papiere weitgehend das barytierte Papier verdrängt.Die Beschichtung verhindert, daß beim Entwickeln Chemikalien und Wasser in das Rohpapier eindringen; dadurch sind auch die Wässerungs- und Trockenzeiten verkürzt worden.

G

Geleimtes Papier

Durch Leimen verringert man die Saugfähigkeit des Papieres und schafft damit u.a. die Vorraussetzung für die Beschreibbarkeit mit Tinte. Auch für viele andere Zwecke (Bedrucken, Beschichten, Verkleben, usw.) wird geleimtes Papier eingesetzt, wobei die Leimmittel eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen haben. Sie steuern z. B. die Wasseraufnahme und erhöhen das Wasser- und Druckfarben-„Aushalte“-Vermögen (Rupffestigkeit).

Gestrichenes Papier

Durch gleichmäßigen Auftrag von Streichmasse erzielt man bei den Druckpapieren eine besser eingeebnete, geschlossenere Oberfläche – geeignet für die Wiedergabe von fein gerasterten Bildvorlagen. Die Streichmasse wird meist in separaten Streichmaschinen aufgetragen; ein Vorstrich erfolgt in manchen Fällen bereits in der Papiermaschine. Der Markt unterscheidet bei gestrichenen Papieren zwischen holzhaltigen, leicht holzhaltigen und holzfreien Qualitäten in ein- und zweiseitig gestrichener Ausführung (--> Etikettenpapier, --> Tiefdruckpapier, --> Bilderdruckpapier, --> Kunstdruckpapier --> Offsetpapier ).

Glanzpapier

--> Buntpapier

Graphisches Recyclingpapier

--> Recyclingpapier

Graukarton

Karton aus Altpapier rauh oder einseitig glatt, auch ein- oder beidseitig gedeckt, bzw. ungedeckt. Graukarton wird verwendet für Kartonagenzuschnitte, Kalenderrückwände, Unterlagen für Brief- und Zeichenblöcke und dergleichen.

Graupappe

Graupappe wird aus Altpapier hergestellt. Sie wird als Buchbinderpappe, als Ziehpappe für Schachteln, Dosen und andere Behälter sowie als allgemeines Verpackungsmaterial verwendet.

Gussgestrichenes Papier

Gußgestrichene Papiere sind gestrichene Papiere, die ihren hohen Glanz nicht durch Satinieren, sondern durch ein Abformen der noch oder wieder feuchten Strichoberfläche am Mantel eines hochpoliereten, verchromten Trockenzylinders erhalten.

H

Hadernpapier

Reinhadernpapier ist ausschließlich aus Hadern (früher Leinenlumpen, heute Baumwollabfälle der Textilindustrie) hergestellt. Größtenteils werden bei der Hadernpapierherstellung heute allerdings aus Cellulose bestehende Pflanzenfasern wie Baumwolle, Leinen, Hanf und Ramie (Chinagras) verwendet. Hadern gelten als der edelste Rohstoff des Papiermachers; das so erzeugte Papier ist häufig fester und alterungsbeständiger als Papiersorten aus gebleichtem Zellstoff. Hadernpapiere sowie hadernhaltige Papieres mit Beimischungen von Zellstoff finden Verwendung für Banknoten, Urkunden, Dokumenten, Geschäftsbücher, Landkarten und Kupferstichen sowie als wertvolles Schreib- und Aquarellpapier und bei speziellen technischen Anwendungen.

Handgeschöpftes Papier

Bis zur Einführung der Papiermaschine im ersten Viertel des 19. Jahrhunderst wurde Papier Bogen fürBogen von Hand aus der Bütte geschöpft. Heute wird dieser Prozeß nur noch bei wenigen Spezialpapieren angewandt. Man taucht beim Handschöpfen die sog. Form (Rahmen, über den ein Sieb gespannt ist) in die Fasersuspension und schüttelt beim Herausheben ein wenig, so daß sich die Fasern gleichmäßig verteilen, während das Wasser durch die Maschen des Siebes in die Schöpfbütte zurückfließt. Ein abnehmbarer, gefalzter Rahmen („Deckel“) verhindert das seitliche Ablaufen der Suspension. Die nassen, zwischen Filzen abgelegte Blätter werden stapelweise in der Presse entwässert und anschließend getrocknet. Handgeschöpftes Papier weist stets den charakteristischen „echten“ Büttenrand auf, der sich an der inneren Kanten des Deckelrahmens bildet. Je nach Struktur des verwendeten Siebes kann das Papier in der Durchsicht gerippt oder gleichmäßig (velin) erscheinen. Die meisten handgeschöpften Papiere zeigen – wenn man sie gegen das Licht hält – sog. Wasserzeichen. Zur Herstellung der Wasserzeichen wird Draht gebogen und auf dem Sieb befestigt. Da sich die Fasern auf dem Drahtgebilde in dünnerer Schicht ablagern als in der Umgebung, erscheint das Wasserzeichen in der Durchsicht hell. Es können auch Wasserzeichen durch Vertiefung im Sieb hergestellt werden ( Banknotenpapier ).

Hartpostpapier

Hartpostpapiere sind hochwertige holzfreie Schreibmaschinenpapiere, klanghart gearbeitet, mit gleichmäßiger Durchsicht, oft mit Wasserzeichen versehen. Beste Qualitäten enthalten neben Zellstoff auch Hadern.

Holzfreies Papier

Aus Zellstoff-Fasern bestehendes Papier (abgekürzt h’fr). Es enthält bis auf einen zulässigen Masseanteil von fünf Prozent keine verholzten Fasern.

Holzhaltiges Papier

Dieses Papier (abgekürzt h’h) enthält mehr als fünf Prozent Massenanteil verholzter Fasern. Neben gebleichtem oder ungebleichtem Zellstoff enthält es auch Holzstoff (mechanisch zerfasertes Holz in Form von Holzschliff, auch Steinschliff genannt, TMP – Thermomechanischer Holzstoff oder CTMP – Chemo-Thermomechanischer Holzstoff). Die Mengenanteile Zellstoff/Holzstoff werden je nach Verwendungszweck variiert. Stark holzhaltige Papiere, wie zum Beispiel Zeitungsdruckpapiere,vergilben rascher als holzfreie Papiere unter dem Einfluß von Licht und Sauerstoff, so daß sie überwiegend für kurzlebige Produkte Verwendung finden. Bei Druckpapieren wirkt sich der Holzstoff günstig auf die Opazität aus (ein Durchscheinen des Rückseitendruckes z.B. in Büchern wird reduziert).

Holzkarton

Karton mit heller oder grauer Einlage, überwiegend aus Holzstoff hergestellt.

Hygienepapiere

Die Gruppe der Hygienepapiere umfaßt Zellstoffwatte, Tissue und Krepp-Papier, hergestellt aus Altpapier und/ oder Zellstoff – auch mit Holzstoffbeimischungen. Die hohe Bedeutung, die Tissue inzwischen erreicht hat, hat dazu geführt, daß sich diese Bezeichnung im internationalen Sprachgebrauch als Sammelbezeichnung für Hygienepapiere eingebürgert hat. Sie werden zur Herstellung von Toilettenpapierer und zahlreicher anderer Hygieneprodukte, wie Taschentücher, Küchentücher, Handtücher und Kosmetiktücher, verwendet.

I

Illustrationsdruckpapier

Ungestrichenes, meist holzhaltiges Papier mit Füllstoffen, das sich zur Wiedergabe von (auch fein gerasterten) Bildvorlagen eignet. Die dazu notwendige Oberflächenglätte erzielt man durch starkes Satinieren (--> satiniertes Papier). Illustrationsdruckpapier findet vor allem Verwendung für im Rotationsdruck hergestellte Zeitschriften (--> Zeitschriftenpapier ).

Imprägniertes Papier

Durch Tränken von Papier mit Imprägniermitteln – dies können Veredelungsprodukte wie Lösungen, Dispersionen oder Schmelzen sein – lassen sich wasserabweisende, abdichtende, vor Korrosion schützende, schwer entflammbare und andere Spezialpapiere herstellen.


K

Kabelpapier

--> Elektroisolierpapier

Karton

Einlagiger Karton ist sozusagen dickeres Papier.Zur Herstellung mehrlagiger Kartonsorten, die oft aus rohstoffmäßig verschieden zusammengesetzten Lagen bestehen, werden mehrere nasse Papierbahnen aufeinandergepreßt (gegautscht), so daß sie ohne Klebstoff zueinander haften. Beim im allgemeinen mehrlagigen --> Faltschachtelkarton ist die Vorderseite gestrichen oder ungestrichen. Daneben gibt es auch mehrlagigen Karton, dessen Lagen miteinander verklebt werden (geklebter Karton). Betrachtet man die flächenbezogene Masse (150 – 600 g/m2), so reicht Karton sowohl in das Gebiet der Papiere als auch in das der Pappen hinein. Neben Faltschachteln werden auch hochwertige Verpackungen, Feinkartonagen, Buchdeckel, Displays, Schallplattentaschen, Papierbecher sowie Milch- und Saftverpackungen aus Karton hergestellt.

Karteikarton

Holzfreier und holzhaltiger Karton für Büro- und Administrationszwecke.

Karosseriepappe

Karosseriepappe (Autopappe) ist eine voluminöse, bitumierte Pappe aus Altpapier. Sie wird für die Innenauskleidung von Kraftfahrzeugen, zur Geräuschdämpfung, zum Abdecken und als Hartpappe für Bauelemente verwendet.

Kofferpappe

Geleimte, dichte, elastisch flexible und feste Feinpappe, die im allgemeinen infolge Oberflächenbehandlung auf beiden Seiten wasserabweisend ist. Sie läßt sich pressen, falzen, formen, biegen, nieten und nähen. Dicke: 1-3 mm.

Kohlepapier

Kohlepapier (Carbonpapier) ist ein mit Wachsfarbe beschichtetes dünnes Papier zur Anfertigung von Durchschlägen auf Schreiboder sonstigen Bürmaschinen. Das Carbonrohpapier ist ein --> Seidenpapier aus Zellstoff.

Kondensatorpapier

--> Elektroisolierpapier

Kopierpapier

Kopierpapier ist Naturpapier, also ungestrichenes Papier, in holzfreien oder holzhaltigen Qualitäten, weiß und farbig in Formaten DIN A 4 und DIN A 3.

Korrosionsschutzpapier

Mit korrosionshemmenden Hilfsstoffen imprägniertes oder beschichtetes --> Packpapier , welches das Rosten von Eisenteilen, Anlaufen von Silberwaren usw. hemmt oder verhindert. Die Wirkung der auch als vapour-phase-inhibitor(VPI) bezeichneten Papiere beruht auf den von den Hilfsstoffen abgegebenen gasförmigen Verbindungen, die Oxidationsreaktionen auf der Metalloberfläche blockieren.

Kraftliner

Kraftliner ist ein Papier in Flächengewichten ab 120 g/m2, überwiegend aus gebleichtem oder ungebleichtem Sulfatzellstoff, für die Deckschichten von Wellpappe.

Kraftpapier

Verpackungspapier aus gebleichtem oder ungebleichtem, langfaserigem Nadelholz-Sulfatzellstoff (Kraftzellstoff) oder gleichwertigen Fasern mit hoher mechanischer Festigkeit und Geschmeidigkeit. Kraftpapier eignet sich z.B. für die Herstellung von Papiersäcken, da es die stoßweise Beanspruchung bei gefüllten Säcken aushält. Gekreppte Kraftpapiere zeichnen sich durch hohe Dehnfähigkeit aus. Mit dem Begriff „Kraftseiden“ bezeichnet man dünne, einseitig glatte, vielfach gerippte Kraftpapiere unter 30 g/m2; sie werden z.B. zum Einschlagen empfindlicher Gegenstände wie Silberbestecke, Metallwaren und vor allem Glas benutzt. In zusätzlichen Arbeitsgängen können Kraftpapiere je nach Verwendungszweck bitumiert oder kunststoffbeschichtet werden.

Kreppapier

Als Krepp wird ein gekrepptes Papier bezeichnet. Kreppen bewirkt eine Kürzung der Papierbahn und damit erhöhte Dehnbarkeit des Papieres in der Laufrichtung. Das Papier wird dadurch schmiegsamer und unempfindlicher gegen mechanische Stöße. Beim Naßkrepp-Papier erzielt man die Kreppfalten auf einem Zylinder mit Kreppschaber, der die noch feuchte Papierbahn (bei einem Trockegehalt von 40 bis 80 %) staucht, bevor sie abgenommen und getrocknet wird. Man verwendet Krepp zu Dekorationszwecken (Kreppseiden, Gärtnerkrepp); zu Verpackungszwecken (Packkrepp); zu Filtrierzwecken (Kaffefilter); zu Abdeckarbeiten beim Malen und Lackieren sowie für die Hygiene (--> Krepp-Hygienepapier ).

Krepp-Hygienepapier

Die meisten einlagigen, holzhaltigen und/ oder mit wiedergewonnenen Fasern gefertigten Krepp-Hygienepapiere werden, im Gegensatz zu den --> Tissue-Hygienepapieren , im feuchtem Zustand bei ca. 80/85 % Trockengehalt gekreppt. Der Krepp-Faktor beträgt max.20 %. Dabei bleibt der Faserverbund verformbar und das Papier behält gleichzeitig in etwa seine Festigkeit. Durch anschließendes Trocknen wird die Kreppung fixiert. Wichtigste Einsatzgebiete: Toilettenpapier, Papierhandtücher.

Küchentücher

Küchentücher werden aus gekrepptem Papier, hergestellt auf Basis von Zellstoff oder Altpapier, gefertigt.Sie werden in privaten Haushalten und als Wischtuch für den gewerblichen Bereich verwendet.

Kunstdruckpapier

Hochwertiges und verhältnismäßig schweres, zweiseitig gestrichenes Druckpapier mit glatter (geschlossener) Oberfläche. Die Wiedergabe fein gerasterter ein- und mehrfarbiger Bilder setzt ein Papier voraus, das über eine ebene, geschlossene Oberfläche verfügt und die Druckfarben gleichmäßig annimmt. Zu diesem Zweck wird bei der Kundstdruckpapierherstellung die unregelmäßige Faserstruktur des Rohpapieres (--> Naturpapier ) mit Streichmasse abgedeckt (--> gestrichenes Papier ).

L

LWC-Papier

Aus dem Englischen übernommene Bezeichnung (LWC = light weight coated) für leichtes, zweiseitig gestrichenes, holzhaltiges Rollendruckpapier mit einer flächenbezogenen Masse unter 72 g/m2, das für Zeitschriften, Versandhauskataloge usw.eingesetzt wird, die meist im Tiedruck- oder Rollenoffsetverfahren hergestellt werden (--> gestrichenes Papier ).

Luftpostpapier

Leichte, dünne, überwiegend holzfreie Schreibpapiere für den Luftpostversand.

M

Maschinengestrichenes Papier

--> Bilderdruckpapier , --> Etikettenpapier

Maschinenkarton

Gruppe von Kartonsorten, vorwiegend zur Herstellung von Kartonagen.

Maschinenpappe

Maschinenpappen werden als Endlosbahnen auf einer Kartonmaschine aus Altpapierstoff gefertigt. Im Gegensatz dazu stehen die --> Wickelpappen, auf speziellen Maschinen hergestellt.

Marmorpapier

In der Oberfläche in verschiedenen Farben und mit unregelmäßigen Mustern gefärbtes Effektpapier. Buntpapiere dieser Art finden als --> Vorsatzpapier für Bücher Verwendung.

Metallpapier

Ein- oder beidseitig mit einer Deckschicht aus Metallfolien veredeltes Papier.

N

Nassfestes und Laugenfestes Papier

Durch Zusatz von alkalibeständigen Naßfestmitteln zur Fasersuspension erzielt man Papiere, die auch in nassem Zustand noch eine beachtliche Festigkeit aufweisen.

Naturpapier

Ungestrichenes Papier NCR-Papier --> Selbstdurchschreibepapier

O

Oberflächengeleimtes Papier

In der Regel mit Hilfe einer Leimpresse in der Papiermaschine auf der Blattoberfläche geleimtes Papier.

Ölpapier

Als Ölpapier bezeichnet man heute in der Regel die mit Wachs oder Paraffin imprägnierten Papiere (--> Wachspapier ). Früher tränkte man das Rohpapier mit trockenene Ölen wie Leinöl und Mohnöl. Die Ölpapiere sind wasserdicht und wasserabweisend.

Offsetpapier

Sammelbegriff für Druckpapiere, die in ihren Eigenschaften besonders auf den Offsetdruck abgestimmt sind. Das Papier sollte bei der Verarbeitung z.B. keinen Staub abgeben, es muß rupffest und dimensionsstabil sein. Offsetpapier, das holzfrei oder holzhaltig, gestrichen (matt, glänzend, geprägt) oder ungestrichen sein kann, wird sowohl in Bogen als auch von der Rolle verarbeitet.

P

Packpapier

Sammelname für Papiere unterschiedlichster Faserstoffzusammensetzung und Eigenschaften, deren Gemeinsamkeit nur der Verwendungszweck ist. Auswahl und Mischung der Faserstoffe richten sich nach den an das Papier gestellten Anforderungen. Wesentlich sind unter anderem Reiß-, Berst-, Knitter-, Scheuerfestigkeit sowie Elastizität und Steifigkeit. Zusätzlich verlangt man häufig gute Bedruckbarkeit (Verpackung als Werbeträger). Für spezielle Zwecke kann Packpapier auch naßfest, wasserabweisend sowie aromaund wasserdampfdicht gemacht werden. Dazu werden dem Faserstoff entweder besondere Hilfsmittel zugesetzt oder das Papier beschichtet, imprägniert oder mit Kunststoff und/ oder Metallfolie kombiniert. Dünne Packpapiere im Gewichtsbereich unter 30 g/m2bezeichnet man als Packseiden (--> Seidenpapier ).

Papiermaché (Pappmaché)

Knetbare Bastelmasse, die man durch Zerfasern von Papier in Wasser erhält (zur Festigkeitssteigerung wird meist Leim oder Kleister zugesetzt). Von Hand geformt oder als Abformmaterial dient es zur Herstellung plastischer Gegenstände, die beim Trocknen erhärten.

Pappe

Pappe unterscheidet sich von Papier und --> Karton im wesentlichen durch die höhere flächenbezogene Masse (>600 g/m2), die größere Dicke und damit höhere physikalische Eigenschaften. Da es technisch schwierig und unwirtschaftlich ist, auf der Maschine ein für Pappen ausreichend dickes einlagiges Vlies in einem Arbeitsgang herzustellen, preßt man mehrere dünne Lagen in feuchtem Zustand aufeinander. Zur Herstellung von „Wickelpappe“ dienen Rundsiebmaschinen, bei denen das gebildete Faservlies naß auf eine sog. Formwalze gewickelt wird, bis die gewünschte Schichtdicke erreicht ist. Durch Aufschneiden des Pappezylinders entsteht ein Bogen, der früher von Hand abgenommen wurde (Handpappe). “Maschinenpappe” besteht in der Regel aus Lagen unterschiedlicher Zusammensetzung, wobei die Decklagen gewöhnlich aus dem hochwertigeren Material bestehen. Maschinenpappe stellt man durch Aufeinanderpressen von mehreren auf Rundsieb- und/ oder Langsiebmaschinen gleichzeitig erzeugten Faservliesen her. Die Benennung der Pappen erfolgt häufig nach dem verwendeten Rohstoff: z.B. Holzpappe (aus Holzstoff hergestellt), Graupappe (aus Altpapier).Oder nach Ihrer Verwendung: (z.B.Kartonagenpappe, --> Dachpappe, Buchbindergraupappe, Karosseriepappe ,Dekopappe).Die Bezeichnung “Vollpappe” unterscheidet „massive“ Pappen von der --> Wellpappe (mehrlagige Pappe, bestehend aus einer odermehrerer Lagen miteinander verleimter, glatter und gewellter Papierbahnen).

Pergamentpapier

--> Echt-Pergament

Pergamentersatz

Holzfreies Papier, das durch feines und langes Mahlen bestimmter Zellstoffsorten und/ oder den Zusatz von besodneren Hilfsmitteln hergestellt wird; die “schmierige” Mahlung bewirkt, daß sich das Fasergefüge homogen verschließt. Pergamentersatz kommt in Aussehen und Eigenschaften (vor allem in Hinblick auf seine Fettdichtigkeit) dem Echt-Pergament nahe, ist jedoch im Unterschied zu diesem nicht wasser- und kochfest. Einsatzgebiete für Pergamentersatz sind z.B. Einschlagmaterial für Fleisch- und Wurstwaren sowie Wellenstoff für Gebäckpackungen.

Pergamin

Aus fein gemahlenem Zellstoff hergestelltes, weitgehend fettdichtes Papier. Seine hohe Transparenz erhält es durch sehr scharfes Satinieren (Glätten zwischen Walzen). Als Schokoladeneinschlag muß das Papier häufig prägbar sein. Einsatzgebiete: Abdeckblätter in Fotoalben, Einschlagpapier für Fischkonservendosen, Schutzumschläge für Hefte, Briefumschlagfenster, etc.

Plakatpapier

Plakatpapier ist ein stark holzhaltiges, hoch gefülltes, meist farbiges und durch Leimung wetterbeständig gemachtes Papier. Die Plakatformate beziehen sich auf den 1/1 Bogen, der DIN A 1 entspricht.

Postkartenkarton

Postkartenkarton ist entweder leicht holzhaltig oder holzfrei und satiniert. Das vorgeschriebene Mindest-Flächengewicht beträgt 170 g/m2, wobei die postamtlich ausgegebenen Postkarten ein Flächengewicht von 190 g/m2 haben.


R

Recyclingpapier

Bezeichnung für aus 100 % Altpapier aus Faserstoffeinsatz hergestellte graphische Papiere und Kartons sowie Hygiene-Papiere.

S

Sackpapier

--> Kraftpapier

Satiniertes Papier

Zwischen den Walzen eines Kalanders geglättetes, verdichtetes und dadurch mehr oder weniger glänzendes (scharf oder matt satiniertes) Papier, z.B. --> Illustrationsdruckpapier . Der Satinageeffekt im Kalanderwalzenwerk beruht auf der Zusammenwirkung von Friktion, Temparatur und Druck.

SC-Papier

SC steht für supercalandered.Es handelt sich um ein satiniertes, mit Füllstoffen versehenes holzhaltiges Naturpapier (siehe auch --> Illustrationsdruckpapier ).

Schreibpapier

Beidseitig zum Beschreiben mit Tinte geeignetes ungestrichenes Papier; die Schriftzüge dürfen weder auslaufen noch durchschlagen.Das stets voll --> geleimte und auch zum Bedrucken geeignete Schreibpapier kann je nach Einsatzzweck holzhaltig oder holzfrei sein. Füllstoffzusätze machen es weniger durchscheinend. Um das Gleiten der Schreibfeder nicht zu behindern, wird seine Oberfläche satiniert (geglättet). Besonders vielfältig sind die Einsatzmöglichkeiten der holzfreien Schreibpapiere: Schreibmaschinenpapier, Formularpapier für EDV-Drucker, Kopier- und Vervielfältigungspapier, Belegleserpapiere, holzfreie Schreibpapiere (--> Feinpapiere ).

Schreibmaschinenpapier

Schreibmaschinenpapier (Bankpost, Hartpost, Feinpost) ist häufig holzfrei, gewöhnlich geleimt, radierfest, selten farbig, mit und ohne Wasserzeichen, auch geprägt.

Schrenzpapier

Veraltete Bezeichnung für überwiegend aus gemischtem Altpapier hergestellte Papiere.

Schuhpappe

Schuhpappen sind feste und biegsame Hartpappen aus holz- und füllstofffreien Altpapierstoffen, die als Brandsohlen, für Kappen und Gelenke in billigem Schuhwerk Verwendung finden.

Seidenpapier

Sammelbezeichnung für je nach Verwendungszweck und Zusammensetzung zwar unterschiedliche, jedoch immer dünne Papiere mit einer flächenbezogenen Masse unter 30 g/m2. Sie dienen vorwiegend zum Verpacken empfindlicher Gegenstände: als Flaschenseiden zum Einwickeln von Weinflaschen, als Fruchtseiden zum Verpacken von Apfelsinen oder naßfest als Blumenseiden.Darüber hinaus finden sie Verwendung als Rohpapier für die Kohlepapierherstellung, als Futterseiden für Briefumschläge und als Kaschierpapier (z.B. im Verbund mit Alufolie bei der Zigarettenverpackung). Die äußerst dünnen Japanseidenpapiere werden teils in Flächengewichten von 6 bis 8 g/m2 produziert.

Selbstdurchschreibepapier

Papier, das Durchschriften ohne dazwischengelegtes, farbabgebendes Papier ermöglicht. Das Papier ist so präpariert, daß durch Druck eine Farbreaktion oder Farbübertragung erfolgt. Selbstdurchschreibepapiere werden vor allem zur Herstellung von Endlosformularsätzen, verdeckten Lohn- und Gehaltsabrechnungen, postversandfähigen Belegen und Zahlungsverkehrvordrucken eingesetzt. In den USA und in einigen anderen Ländern wird Selbstdurchschreibepapier als „NCR-Papier“ bezeichnet.

Sicherheitspapiere

Gegen mißbräuchliche Nachahmung gesicherte Papiere. Die teilweise chemischen Sicherungsmaßnahmen bei der Papierherstellung sind der Geheimhaltung unterworfen.

Silikonpapier

Silikonpapier verwendet man, um das Ankleben von Leim, Kleister oder anderen klebrigen Stoffen zu verhindern. Durch das Beschichten mit Silikon erhält man „abhäsive“ Papiere, deren Oberfläche sich abweisend gegen die meisten Stoffe verhält. Einsatzgebiete: Abdeckmaterial für selbstklebende Papiere und Folien, z.B. bei der Etikettenherstellung.

Spezialpapiere

Die Gruppe der Spezialpapiere umfaßt zahlreiche Papiersorten, deren Hauptmerkmal ihre speziellen Eigenschaften sind, die sie erbringen müssen. Um diese zu erreichen, ist oftmals die Verwendung von Spezialrohstoffen notwendig.

Synthesefaserpapiere

Papier, das aus synthetischen Fasern wie Polyamid und Polyester, aus Zellwolle und zum Teil auch unter Zusatz von Füllstoffen hergestellt wird. Den Zusammenhalt der Fasern bewirken in der Hauptsache Bindemittel. Die strapazierfähigen Synthesefaserpapiere finden unter anderem Verwendung bei der Produktion von Landkarten und wichtigen Dokumenten, z.B. Führerscheinen und Kraftfahrzeugbriefen.

T

Tapetenrohpapier

Sammelname für Papiere, geeignet zur Herstellung von Tapeten. Diese Papiere können einlagig oder mehrlagig sein (Simplex / Duplex), holzfrei oder holzhaltig, ungestrichen oder gestrichen, auch beschichtet, vorgekleistert und abziehbar.

Teebeutelpapier

Entsprechend der Art der Verarbeitung unterscheidet man heißsiegelfähige und nichtheißsiegelfähige Teebeutelpapiere. Sie werden z. B. aus Abaca-(Manila-)Fasern unter Zusatz von Edelzellstoffen hergestellt, müssen hochporös,naßfest und geschmacksneutral sein und haben Flächenmassen von vorzugsweise 12 und 15 g/m2.

Telefaxpapier

Beschichtete, thermosensitive Papiere, die zum Ausdrucken von Text und Zeichnungen via Telefondienst geeignet sind (--> Thermopapiere )

Testliner

Feste Papiere oder Pappen mit nicht festgelegter Faserstoffzusammensetzung überwiegend aus Altpapier, die als glatte Deckenbahn von Wellpappe oder als Deckenschicht von Vollpappe eingesetzt werden; vielfach als Duplexpapier (zweilagig) gearbeitet. Die flächenbezogene Masse liegt über 125 g/m2.

Thermopapiere

Einseitg beschichtete thermoreaktive Papiere, die zum Ausdruck von Text und Graphiken mit Telefax-Geräten, Thermoplottern (z.B. für technische Zeichnungen) und Thermodruckern (z.B. für Etiketten, Tickets, Kassenbons undandere Belege).

Tiefdruckpapier

Meist holzhaltiges, stark satiniertes (geglättetes) Papier mit hohem Ascheanteil, das gestrichen und ungestrichen hergestellt wird. Es muß bei hoher Druckgeschwindigkeit eine gleichmäßige Farbannahme gewährleisten: Um aus den tiefgeätzten oder gravierten Rasternäpfchen der Tiefdruckwalzen die Farbe gut aufnehmen zu können, ist eine gewisse Weichheit und Geschmeidigkeit des Tiefdruckpapieres erforderlich. Einsatzgebiete: Illustrierte u.a. Zeitschriften, Versandhaus- und Reisekataloge, Prospekte und Beilagen mit hoher Auflage.

Tissue-Hygienepapier

Tissue ist ein Hygienepapier aus Zellstoff oder Altpapierstoff, teils mit Beimischungen von Holzstoff, mit geschlossener Struktur, das nur wenig gekreppt wird.Es ist so dünn, daß es in einer Lage seltener zur Verwendung kommt.Je nach Anforderung wird die Zahl der Lagen daher vervielfacht.Die Kreppung erfolgt bei einem Trockengehalt von über 90 %.Das im Gegensatz zu Krepp-Hygienepapieren trockene Kreppen und die niedrige flächenbezogene Masse einer Tissuelage bedingen die hohe Weichheit der Tissue-Produkte. Normalerweise wird es für die Verbrauchsakrtikel zu zwei oder mehr Lagen zusammengefügt. Das schmiegsame und sehr saugfähige Produkt wird vorwiegend aus Zellstoff und/ oder deinktem Altpapier – teils auch mit Beimischung von Holzschliff – hergestellt und je nach Verwendungszweck auch naßfest ausgerüstet. Einsatzgebiete: Gesichtstücher, Papiertaschentücher, Servietten, Küchenrollen, Papierhandtücher, Toilettenpapier.

Toilettenpapiere

--> Tissue-Hygienepapiere , --> Krepp-Hygienepapiere .

Transparentpapier

Durch langes und möglichst schonendes Mahlen hochwertiger Fasern (harte Zellstoffsorten, Hadern) erhält man einen Rohstoff, aus dem man durchscheinendes Papier herstellen kann. Durch eine zusätzliche Oberflächenleimung wird Transparentzeichenpapier besser beschreibbar, unempfindlicher gegen Fingerabdrücke, radierfest und dimensionsstabil. Transparentes Papier läßt sich auch durch nachträgliches Imprägnieren oder „Pergamentieren“ (--> Echt-Pergament ) herstellen.

Triplexkarton

Karton, einseitig glatt, aus folgenden drei Lagen bestehend: vorderseitige Decklage aus Zellstoff und/ oder Altpapier, einer Einlage aus Altpapier und einer Unterlage aus Holzstoff und/ oder Zellstoff und/ oder Altpapier.


V

Velinpapier

Etwa um die Mittes des 18. Jahrhunderts kamen fein gewebte Drahtsiebe auf, die man zuerst in England für die Herstellung von Handschöpfformen (--> Büttenpapiere , --> handgeschöpftes Papier ) verwendete. Die damit hergestellten Papierbögen waren wesentlich gleichmäßiger in ihrer Struktur als das bis dahin übliche, mit dem gerippten Drahtsieb erzeugte --> Vergépapier. Das Velinpapier (lat.v ellum = Fell, Pergament) entsprach dem Wunsch der Drucker nach einem gleichmäßig dicken, pergamentähnlichen Papier, ohne die in der Durchsicht sich abzeichnenden Drahtlinien. Alle auf Langsiebmaschine hergestellten Papiersorten zeigen – wegen der heute allgemein üblichen feinmaschigen Siebe – die Merkmale von Velinpapier (wenn nicht absichtlich mit einem Egoutteur die Rippenstruktur eingeprägt wird).

Vergépapier

Vor dem Aufkommen feiner Siebgewebe um die Mitte des 18. Jahrhunderts bestanden die Schöpfsiebe aus dickeren Stützdrähten und – quer dazu – aus eng nebeneinander verlaufenden dünnen Rippdrähten. Beim Schöpfen formte sich dieses Drahtgitter auf dem Faservlies ab, so daß der fertige Bogen, gegen das Licht gehalten, die Siebstruktur als helle Linien erkennen ließ (franz.v ergé = gestreift, gerippt). Für bestimmte Papiersorten wird heute das Rippdrahtmuster nachgeahmt, entweder indem man es auf Langsiebmaschinen mit einem Egoutteur in das nasse Paiervlies eindrückt oder es in Rundsiebmaschinen mit einem entsprechend ausgeführten Drahtzylinder erzeugt (--> Büttenpapier , --> Ingrespapier ).

Vollpappe

Oberbegriff für alle massiven Pappen.

Vorsatzpapier

Weißes oder farbig getöntes Papier, auch gerippt oder geprägt, das auf die Innenseite des vorderen und hinteren Buchdeckels geklebt wird, um das Bezugsmaterial des Buchdeckels abzudecken.

W

Wachspapier

Nahezu holzfreie Papiere, die mit Paraffin, Wachs oder Wachs-/ Paraffin-/ Kunststoff-Mischungen imprägniert werden. Abhängig von der Temparatur beim Imprägnieren und Abkühlen lassen sich Papiere herstellen, die entweder nur an der Oberfläche beschichtet oder vollständig durchtränkt sind. Erstere sind vor allem wasserabweisend; Feuchtigkeit kann in einem gewissen Maße einziehen. Letztere haben nur wenig Wachs an der Oberfläche und sind wasserdicht. Je nach Tränkungsmittel und -verfahren kann das Erzeugnis dem spezifischen Verwendungszweck angepaßt werden: Zum Beispiel Verpackung von Brot und Bonbons; Einschläge von Rasierklingen.

Wasserzeichenpapier

--> Handgeschöpftes Papier .

Weichpappen

Weichpappen sind weiche, voluminöse Pappen von filzigem Charakter. Sie dienen als Abdeckpappen, Dachpappen, Bierfilzpappen, Packpappen oder Matrizenpappen.

Wellenpapier

Sammelname für Papiere, die als gewellte Bahn hauptsächlich bei der Herstellung von --> Wellpappe verwendet werden.

Wellpappe

Wellpappe ist ein Produkt der Papierverarbeitung. Sie wurde 1871 in den USA erfunden. Wegen seiner guten Verpackungseigenschaften setzte sich das neue Material weltweit schnell durch. Hergestellt wird Wellpappe, indem eine Papierbahn, das sogenannte Wellenpapier, zwischen zwei Riffelwalzen hindurchgeführt und dabei mit Druck und Hitze in Wellenform gepreßt wird. Dieses gewellte Papier wird danach in der gleichen Maschine ein- oder beidseitig mit einer glatten Papierbahn (Deckenpapier) beklebt. In Deutschland wird Wellpappe überwiegend aus Recyclingpapieren hergestellt (--> Schrenzpapier , --> Testliner , --> Wellenpapier ).

Werkdruckpapier

Papier zur Herstellung von Büchern. Es gibt holzfreie und holzhaltige Werkdruckpapiere. Die Papiere enthalten je nach Volumen mehr oder weniger viel Füllstoffe. Häufig spielt beim Werkdruck das Volumen eine wichtige Rolle, das Verhältnis der Dicke des Papieres zu seiner Masse, welches angibt, ob ein Papier stark auftragend oder dicht ist. Es gibt die Bezeichnungen 1,5-; 1,75-; 2,0-; 2,2- und 2,5faches Volumen. Zur Produktion auftragender Papiere setzt man u.a. Fichten-, Eukalyptus- und Esparto-Sulfatzellstoff ein.

Wertezeichenpapier

Holzfreies, teilweise hadernhaltiges, stofflich stets hochwertiges Papier mit einem echten, mehrstufigen Wasserzeichen ausgestattet, um Fälschungen zu vermeiden.

Wickelpappe

Vollpappe, hergestellt durch Aufwickeln einer oder mehrer nasser Faserstoffbahnen auf einer Formatwalze.



Z

Zeichenpapier

Das Sortenprogramm umfaßt holzfreie, aber auch holzhaltige Qualitäten, deren Eigenschaften auf bestimmte Zeichen- und Maltechniken abgestimmt sind, wie z.B.: Aquarellpapier und Papiere für technische Zeichnungen.Zeichen papiere sind in der Masse und meist auch in der Oberfläche geleimt; sie sind wenig durchscheinend (opak), radierfest und häufig auch abwaschfest.

Zeitschriftenpapier

Die Auswahl der für Zeitschriften geeigneten Druckpapiere richtet sich im wesentlichen nach der Auflagenhöhe und den Qualitätsansprüchen (Bildwiedergabe, äußeres Erscheinungsbild, Werbewirksamkeit). Hohe Auflagen werden zumeist im Rotations- Tiefdruck, -Offsetdruck oder -Buchdruck auf ungestrichenen oder gestrichenen Rollendruckpapieren (vor allem --> LWC ) hergestellt. Zeitschriften mit mittlerer und kleinerer Auflage werden im allgemeinen im Bogen-. Offsetdruck oder -Buchdruck hergestellt; dabei finden die verschiedensten holzhaltigen und holzfreien, ungestrichenen und gestrichenen Papiere Verwendung.

Zeitungsdruckpapier

Zeitungsdruckpapier ist ein stark holzhaltiges, maschinenglattes oder satiniertes Rotationspapier (40-56 g/m2). Als Rohstoffe dienen Holzstoff, Zellstoff und in zunehmendem Maße Altpapier. Dem Verwendungszweck als kurzlebiger Informationsträger entsprechend stellt man bei Zeitungsdruckpapier – verglichen mit anderen, z.B. gestrichenen Druckpapieren – geringere Ansprüche hinsichtlich optischer Eigenschaften und Bedruckbarkeit. Man nimmt in Kauf, daß im allgemeinen nur Bildwiedergaben mit groberem Raster möglich sind. Unter Einfluß von Licht und Sauerstoff neigt das Papier stark zur Vergilbung. In der Druckmaschine müssen Zeitungsdruckpapiere gute Laufeigenschaften aufweisen: Die heutigen modernen Drucktechniken verlangen ein Papier mit guter Reißfestigkeit, damit der Produktionsablauf der schnelllaufenden Rotationsmaschinen gesichert ist. Eingesetzt wird Zeitungsdruckpapier für Tageszeitungen, Wochenzeitungen und Anzeigenblätter. Die Verarbeitung erfolgt im Buchdruck- oder im Offsetdruckverfahren.

Zigarettenpapier

Das leichte, ungeleimte Papier (18-24 g/m2) besteht aus Leinen- und Hanffasern, die man heute in zunehmendem Maße durch besondere Zellstoffsorten ersetzt. Zur Steigerung der Glimmfähigkeit wird das Papier besonders ausgerüstet, es besitzt überwiegend einen Füllstoffanteil von ca.30 %.

Quelle : Papier-ABC Hahnemühle FineArt GmbH

Persönliche Werkzeuge