Mazim (KdM Juni 2009)

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Mazim - Künstler des Monats Juni 2009

Mazim

Fragebogen

Wie hast Du unser Malerforum "Malerfreunde.com" gefunden?

Ich hab gegoogelt nach Techniken und Foren und bin auf Euch gestoßen. Beim ersten Mal, war ich so beeindruckt von den tollen Bildern, dass ich mich erst mal gleich wieder zurückgezogen habe, erst beim zweiten Anlauf, mit neuem Nick hab ich mich getraut.

Welche Maltechnik bevorzugst Du und warum?

Ich bevorzuge Öl, weil das so schön geduldig ist. Und weil mich der sanfte Glanz des Öls in seinen Bann gezogen hat. Ich habe NIN gearbeitet, lasiert und auch a la prima gemalt.

Welche Materialien benutzt Du?

Ich benutze die Ölfarben von Schmincke Norma, doch auch Daler Rowney und einige Tuben Lukas befinden sich in meinem Kasten. Bei Aquarell hat mich Schmincke überzeugt und bei den Pastellen sind es die Rembrandtkreiden. Bei den Pinseln benutze ich lieber Katzenzunge als Borste. Ich mag die weichen Übergänge.

Probierst du auch andere Techniken aus?

Ja, ich gehe auch gern mit Pastellen, mit Kohle, mit Graphit, Tusche und neu auch ein wenig mit Aquarell um. Ich bin also für alles offen, weil jede Technik neue Möglichkeiten für mich bereit hält.

Wie findest Du Deine Malmotive?

Abgesehen von kleinen Aufträgen, entspringen meine Motive meiner Gedankenwelt. Ist eine Idee "geboren", fängt die Recherche an, nach Objekten und/oder Szenen meiner Umgebung und nach Fotos. Einige Fotos finde ich im Internet, doch die Meisten mache ich selbst, oder ich stöbere in der Fotodatei meines Sohnes. So manches Bild muss angefangen auf dem Trockenbord warten, weil es einen gedanklichen Fehler gab, oder ich erst etwas ausprobieren muss, um es irgendwann vollenden zu können. So umgeben mich meist mehrere Bilder in verschiedenen Stadien.

Hat sich Dein Leben durch die Malerei verändert und wenn ja, wie?

Mein Leben hat sich durch die Malerei grundlegend verändert. Ich sehe und fühle anders . Meine entstehenden Bilder sind oft ein Ventil für meine Gefühls- und Gedankenwelt. Ich öffne mich durch meine Bilder. Und oft ist es die Malerei, die meinem Tag eine Struktur gibt und mich auffordert, weiter zu machen, mit allem, was es zum Leben braucht.

Wer oder was beschäftigt Dich außer der Malerei noch in deinem Leben?

Meine Familie, also mein Mann und die beiden erwachsenen Kinder sind das Wichtigste überhaupt. Spaziergänge in freier Natur geben mir Kraft und Entspannung. Unsere Katze und der Kater unseres Sohnes "treiben" sich ständig in meiner näheren Umgebung rum und ich genieße ihre Nähe. Weiter lese ich sehr viel. Romane und auch Biographien und Reisebeschreibungen. Seit ein paar Jahren verstärkt Literatur über Maler, Bilder und Maltechniken. Musik begleitet mich durch den gesamten Tag. Beim Malen und Zeichnen ist es oft Klassik, doch auch die Musik von Schiller inspiriert mich. Deren Alben "Leben", "Zeitgeist", "Weltreise" und "Sehnsucht" sind im MP3 Player die meist gespielten Titel. Grönemeyer-Fan bin ich schon seit 20 Jahren.

Respektiert deine Familie Deine Malerei und den Zeitaufwand, der damit verbunden ist?

Meine Familie unterstützt mich sehr in meinen Vorhaben. In unserem Familienleben gibt es genügend Raum für meine Malerei. "Klemmt" es bei einer Idee, hilft jeder auf seine Art. Wir sind bei der Ausübung unserer jeweiligen Hobbys ein eingespieltes Team.

Wer ist Dein Lieblingsmaler in der Vergangenheit und Gegenwart?

Einen Lieblingsmaler zu nennen, fällt mir schwer, da es mehrere gibt, vor denen ich höchste Achtung habe, und deren Bilder ich liebe. Als ersten möchte ich auf jeden Fall Da Vinci nennen. Dessen Werke begeistern mich immer wieder, wie oft ich sie auch ansehe. Doch gerade ihn verehre ich auch, wegen seines genialen Verstandes. Weiter wäre da Spitzweg, dessen Humor in den Bildern und die kleinen Geschichten, die seine Werke erzählen einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen haben. Dali mit seinen surrealen Werken lässt mich träumen. Und so könnte ich fortfahren. In jüngster Zeit haben mich sehr die Bilder William Whitakers gefesselt. Jetzt, wo ich die Namen geschrieben habe, bekomme ich anderen ungenannten Malern gegenüber sofort ein schlechtes Gewissen. Es sind zu viele, die wunderschöne Werke hinterlassen haben oder auch im Moment gerade eben schaffen. Auch hier im Forum gibt es einige, deren Werke ich ger und oft bewundere.

Hattest Du mit Deinen Bildern schon eine Ausstellung / eine Vernissage? Im Moment habe ich gerade meine erste Ausstellung. Sie findet noch bis zum 12.06.2009 in der örtlichen Kreissparkasse statt.

Wo siehst Du Dich und Deine Malerei in einigen Jahren?

Da ich gerade jetzt die Erfahrung gemacht habe, dass ich mit meinen Bildern mehr Menschen erreichen kann, als nur meine Familie und unsere Freunde, möchte ich meine Technik noch soweit verbessern, dass ich Ausstellungen noch öfter gestalten kann. Es macht mir sehr viel Freude mit anderen über meine Bilder und IHRE Gedanken beim Ansehen zu sprechen. Also wird mein zukünftige Malerei ein ewiges Lernen und Neuentdecken sein.

Hast Du Vorschläge an die Moderatoren, um unser Forum noch besser zu gestalten?

Ich bin sehr zufrieden mit dem Forum, ich fühle mich hier wohl. Dieses Forum mit seinen Mitgliedern hat sehr viel dazu beigetragen, dass ich in meiner Malerei eine Weiterentwicklung sehe. Allein hätte ich das so nie geschafft. Eine kleine Bitte hätte ich trotzdem, dass jeder User selbst über seine Galerie soweit verfügen kann, dass er die Bilder nicht nur hinzufügen, sondern auch entfernen kann, wenn ihm danach ist.

Werdegang

Ich wurde 1958 in Halle/Saale geboren, bin verheiratet und Mutter von inzwischen zwei erwachsener "Kinder". Ich gewann zwar als ca 10 jährige einen Malwettbewerb und war als junger Mensch schon kunstinteressiert, galt aber weitesgehend als talentfrei. Am Anfang des neuen Jahrtausends traf ich während eines langen Klinikaufenthaltes eine Theatermalerin. Ließ mich von ihren Aquarellen begeistern und versuchte es selbst einmal, zweimal und dann nie wieder. Und doch hatte mich das Thema gepackt. Bald bekam ich einen Ölmalkasten und eine Grundkurs an der VHS geschenkt und machte mich dann dort mit den Ölis ein wenig vertraut, ging nach Hause und hörte nicht wieder auf mit dem Malen. Als die Fortschritte jedoch auf sich warten ließen, ich mehr oder weniger auf der Stelle trat, begann ich im Internet nach Gleichgesinnten zu suchen, fand das Forum und guckte, las, staunte und ließ mir helfen. Waren es anfangs nur Blumen und bedeutungslose Motive, wurden es später immer mehr kleine Geschichten und Stillleben mit Hintergedanken. Die Malerei hilft mir bei der Bewältigung des Alltags und hat meinem Leben einen neuen Sinn, wenn nicht gar DEN Sinn überhaupt wieder gegeben. Kleine Aufträge machen das Hobby für mich bezahlbar.

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