Lisztaeffchen (Step-by-Step)
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Ziel
Das Ziel soll es hier sein ein Tier vom eigenen Foto lasierend in Öl zu malen.
Material
- Graphitstift
- Scriptliner
- Acrylschwarz
- Acrylweis
Vorlage
Hi,
dieses Motiv hatte ich im August im Opel Zoo gemacht und war gleich begeistert. Da ich die ganze Zeit keinen richtigen Nerv zum Malen hatte, habe ich es heute einfach mal probiert und muss sagen, ich war schwer in Stimmung Smile. Ich habe mich daher entschieden euch an der Entstehung teilhaben zu lassen. Bitte habt Geduld mit mir, wenn ich zwischen den einzelnen Schritten immer etwas Zeit brauche, da ich nicht sehr viel Zeit für die Malerei im Moment habe. Hoffe die von den Steps gemachten Bildern sind o.k. Bin halt ein schlechter Fotograf. Nach dem ich dieses "Grützebild" mit dem Berg gemalt habe, dachte ich, ich gehe mal wieder zu dem über was ich eigentlich bisher besser gemacht habe - Tierbilder! Ich wünsche euch viel Spaß bei der Verfolgung und hoffe auf regen Austausch und auch Tips. So hier kommt die Vorlage.
Vorzeichnung
Die Vorzeichnung habe ich mit einem Graphitstift gemacht. Hierbei habe ich mich zunächst auf das Hauptmotiv konzentriert, den Affen auf dem Ast. Den Hintergrund will ich erst machen, wenn der Affe und der Ast von der Grundierung her fertig ist.
Untermalung in Acryl
Zunächst lege ich die Augen fest. Mit reinem Acrylschwarz und einem Scriptliner ziehe ich die Umrandung der Augen nach. Dabei verwische ich gleich leicht die Kanten mit dem Finger.
Dann kommen die Pupillen dran, ebenfalls wieder mit unverdünntem Acrylschwarz. Die Iris male ich mit zunächst stark verdünntem Acrylschwarz aus. Da die Augen zum Teil im Schatten liegen, dunkle ich die Schattenpartien mit weniger stark verdünntem Acrylschwarz nach.
Nun lege ich schon mal um die Augen herum die Schattenbereiche an. Hier nehme ich leicht verdünntes Acrylschwarz und ziehe den Scriptliner wieder entlang der Umrandung der Augen und verziehe die Linien gleich mit dem Finger. Dabei achte ich bereits auf die endgültige Form der Kopfstruktur. Auch achte ich auf die Fellrichtung. Mit leicht verdünntem Acrylschwarz immer ein wenig mehr die Strukturen herausarbeiten, wie oben beschrieben. Als Nächstes lege ich in der gleichen Arbeitstechnik die Nase und die Maulpartie an. Die Nasenlöcher allerdings werden mit unverdünntem Acrylschwarz festgelegt.
Die verschiedenen Gesichtformen, lege ich mit verdünntem Acrylschwarz an. Dabei verziehe teilweise wieder die noch feuchte Farbe mit dem Finger in die entsprechende Richtung. Hier geht es auch um die Festlegung der Schattenpartien. Dann kommen Ohren und Stirnbereiche dran. Wieder mit verdünntem Acrylschwarz Schicht für Schicht aufbauen. Dabei werd ich immer dunkler. Helle Bereiche lasse ich einfach aus.
Es folgt die Halspartie. Wieder mit verdünntem Acrylschwarz langsam Schicht für Schicht aufbauen. Weitere Bereiche des Kopf ebenfalls nachdunkeln, bis das Ganze stimmig ist. Die Augen erhalten mit verdünntem Acrylweis ihre Highlights und auf den Liedern die feuchten Stellen. Stirn und Halspartie weiter ausarbeiten und abdunkeln. Mit verdünntem Acrylweis die ersten feinen Haare mit dem Scriptliner reinziehen. Dabei unbedingt die Fellrichtung beachten!
Die Highlights auf den Ohren mit Acrylweis setzen und weiter mit den weißen Haaren das Fell ausarbeiten. Im Kopfbereich die Haarrichtung mit langen Strichen festlegen. Die Ausarbeitung erfolgt später.
Das war es dann für heute. Im Moment sieht er schon ein bischen wie der Weihnachtsgrinch aus. Nur noch mit Giftgrün lasieren
Als ich heute wieder an die Staffelei ging, fiel mir auf, das ich das vom Betrachter linke Nasenloch noch etwas mit Highlights versehen muss, um die Struktur der Nase insgesamt etwas mehr zu verstärken. Acuh habe ich zwischen dem Auge und der Nase noch etwas abgedunkelt. Gleiches auch auf der Schattenseite des Gesichts. Will es aber nicht zu stark machen, da durch das Öl die Sache noch dunkler wird. Ich mache zunächst mit den Zehen und Pfoten des Kleinen weiter. Mit verdünntem Acrylscharz lege ich zunächst die Hintergrundfarbe fest. Dabei lasse ich die Stellen frei, die später heller sind. Zwischenräume der Zehen und erste Schattenbereiche im Unterbauch des Affen dunkle ich hier bereits ab.
Mit leicht verdünntem Acrylweis lege ich die hellen Bereiche der Krallen fest und ziehe auch schon mal leicht ein paar Haare rein. Mit einem wirklich alten abgenutzten Borstenpinsel lege ich nun von unten nach oben dunklere Bereiche des Fells als Hintergrundfarbe fest. Da ich das so mache und die Details des Fells erst viel später einbringe, muss man sich im Kopf frei machen von dem fertigen Bild und das Bild von hinten nach vorn in mehreren Schichten sehen und diese im einzelnen betrachten.
Bei der Hintergrundfarbe beachte ich auch schon die Fellrichtung und arbeite daher mit leicht verdünnter Acrylschwarz, die ich je nach Farbton mehr oder weniger verdünne. Aber Vorsicht, je dünner umso weniger sieht man Pinselhaardetails! Auch Vorsicht, wenn bei der noch nicht trockenen Farbe ein weteres mal darübergestrichen wird, dass nimmt meist die bereits hingelegte Farbe weg und führt zu nicht immer erwünschten Veränderungen der Schattierung. Nicht erschrecken, ich finde in dieser Phase das Aussehen des Bildes immer schrecklich, weil es so fleckig und chaotisch wirkt Smile Als nächstes nehme ich einen Borstenpinsel, der noch seine lange Borsten hat und nehme verdünntes Acrylweis auf. Dabei drücke ich den Pisel fest in die Farbe, das sich die Borsten spreitzen. Dann streiche ich vorsichtig, nur mit den Borstenspitzen die Leinwand berührend, vom Haaransatz in die jeweilige Fellrichtung und füge so die ersten Details des Fells ein.
Jetzt kommt das dunkle Deckhaar dran. Dazu gehe ich wieder wie bei der Acrylweis vor. Mit dem Pinsel Farbe aufnehmen und die Borsten wieder durch aufstossen des Pinsels spreitzen. Wieder mit den Spitzen sanft n die Fellrichtung steichen. Vorsicht mit Schwarz, es sollen ja noch einige grauen Streifen zu erkennen sein und nicht alles abdecken! Um die farblich etwas abgestuftere dunkle Seite des Äffchens zu gestalten, mische ich Acrylschwarz und Acrylweis zu gleichen Teilen und streiche damit die dunklere Seite des Bauchs und der Seite des Affen ein. Auch beim Kopfhaar des Affen hinter dem linken Ohr, nehme ich diese Farbe leicht verdünnt zum Einsteichen der Hintergrundfarbe. Mit leicht, aber nur leicht verdünntem Acrylschwarz überdecke ich die Bauchseite des Affen auch wieder so, dass die Fellstruktur und Details schön zu sehen sind. Wieder genau die Fellrichtng beachten und schauen welche Partien des Fells andere überdecken!
Brust und Kopfhaar wird dann wie zuvor beschrieben mit Acrylweis weiter hervorgeholt und detailiert. Am Kopf werden auch wieder einige graue Streifen gelassen. Mit dem Scriptliner bringe ich mit Acrylweis hier und da noch ein paar Details bei den Haarsträhnen ein. Noch mal über alles darübergeschaut hier und da noch ein kleines Detail geändert oder angepasst und der Affe ist von der Grundierung fertig!
Bis demnächst zum Hintergrund und dem Ast.
So, nun geht es endlich weiter. Nachdem ich den Affen auf der Leinwand positioniert habe, mache ich mich an den Hintergrund und den Ast, auf dem er sitzt. Dazu zeichne ich mir alles mit einem Graphitstift leicht an. Hoffe, man kann es einigermaßen erkennen. Auch auf die Gefahr hin, dass nacher keiner die Sache glaubt, ich habe bisher noch keinen Ast gemalt und die Vorgehensweise habe ich mir vorher überlegt und ausprobiert. Ob ich hier den perfekten Weg gewählt habe kann ich nicht sagen, aber das Ergebnis zählt. Ich arbeite mich beim Ast von links nach rechts mit der Untermalung vor. Zunächst habe ich mir grob mit dem Scriptliner das Astloch skiziert. Dabei habe ich nach jedem Strich die Farbe mit dem Finger verblendet, um die Kanten nicht so hart werden zu lassen. Mit dem Borstenpinsel und verschiedenen farblichen Abstufungen mit dem Acrylsschwarz und Acrylweis arbeite ich das Astloch weiter heraus. Da ich einen alten Stamm darstellen möchte, belege ich ihn mit Moos. Die Bereiche wo das Moos hin soll dunkle ich flächig mit verdünntem Acrylschwarz und dem Borstenpinsel ab. Dabei reibe ich die Farbe kreisförmig in die Leinwand ein und vermeide so, dass die Pinselstriche zu erkennen sind. Nach unten hin werde ich dabei dunkler, da der Ast in dem Bereich mehr im Schatten liegt. Mit dem Borstenpinsel stoße ich in unverdünntes Acrylschwarz und tupfe leicht mit den Spitzen auf die für das Moos vorbereiteten Flächen, so das die Spitzen sich leicht spreitzen. Das soll die Struktur von Moos am Ende ergeben.
Das Moos helle ich dann wie bereits bei den dunklen Strukturen mit Acrylweis auf die gleiche Weise an den lichten Stellen auf. Wer sich jetzt noch nicht ganz sicher mit dem Lichteinfall ist, kann das auch zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Die Aststruktur an der linken Seite arbeite ich mit dem Borstenpinsel und verdünntem Acrylschwarz weiter heraus. Ich beachte dabei genau die Richtung die der Ast hat. Lasst euch leiten und denkt nicht zu sehr über die Struktur nach. Versucht euch einfach die Natur vorzustellen. Da ist auch nicht alles kerzengerade Smile. Mit unverdünntem Weis auf dem Borstenpinsel reibe ich dann mit der Kante des Pinsel die Farbe leicht in die Leinwand ein, wo lichtbeschienene Stellen sein sollen. Den moosigen Bereich unter dem Ast dunkle ich mir weiter ab und gestalte das Moss wie zuvor beschrieben. Die Highlights setze ich nur im oberen Bereich und mit der verbleibenden Farbe arbeite ich mich in den dunklerer Bereich vor und werde so automatisch dunkler, da die Farbe auf dem Pinsel immer weniger wird.
Als nächstes skiziere ich mir mit der Kante des Borstenpinsel und leicht verdünntem Acrylschwarz die Rindenstruktur des Astes an. Mit verdünntem Acrylschwarz und der breiten Seite des Borstenpinsels, streiche ich leicht schräg nach unten und nach rechts hin die Farbe auf die Leinwand, immer von der skizierten Kante ausgehend. Dabei können die Striche ruhig überlappen. Das gibt dem Ast weitere Strukturen und es wirkt natürlicher. Ruhig hier und da mal nachdunkeln oder mit der Farbe über bereits fertiggestellte Bereiche streichen, das hebt diese noch weiter hervor und gibt dem Bild mehr und mehr Tiefe. Im unteren Astbereich gestalte ich einen weiteren Moosbereich. Auf dem Foto sieht es leider zum Teil wie Fischeier aus Smile, was an der Schärfe des Fotos liegt. Die Moosstruktur durch das aufstossen des Borstenpinsels ist in Natura schön zu erkennen. Muss ich mal von Nahem aufnehmen.
Den unteren Bereich dunkle ich weiter ab und baue noch ein Astloch mit ein und da in der Natur immer zwei sind, deute ich unten am Rand des Astes auf der gegenüberliegenden Seite noch einen abgebrochenen Ast an. Den Ast vervollständige ich wie bereits vorher beschrieben. Jetzt gehe ich dazu über Schatten und Highlights zu setzen. Den Schatten des Affen deute ich in geschwungenen Strichen mit fast trockener Farbe auf dem Borsten pinsel an und beachte dabei die Form des Astes. Hier und da arbeite ich noch ein bischen an der Rindenstruktur. Dabei lasse ich mich einfach von meinem Gefühl leiten und genieße den Gesamteindruck.
Noch die Schatten des Affen verstärken. Hier und da noch etwas an den Details geschraubt und gut ist es mit der Grundierung. Den Schatten muss ich noch über den Hinterlauf verstärken und auf der Kante unterhalb des Hinterns noch etwas abdunkeln. Ist mir erst am Computer aufgefallen. Nun kommt die Ölphase. Bis dahin hoffe ich, dass euch die Untermalung bis hierher gefällt und ihr was für euch finden und mitnehmen konntet.
Hintergrund
Erste Ölschicht
So, nun kann ich euch endlich die Fortschritte zeigen und die erste Ölschicht ist drauf. Waren leider ein paar streßige Wochen und für Malen war keine Zeit Sad
FÜr den Auftrag der Ölfarben habe ich verschiedene Größen der Lukas Pinselserie Rot-Taklon (Gr. 4 - 12), einen Scriptliner und zum verblenden einen 5 cm Hintergrundpinsel, ebenfalls von Lukas, verwendet.
Zunächst habe ich die gesamte Leinwand mit Blumenöl eingestrichen und gleich wieder runtergewischt, so das nur ein leichter Film auf der Leinwand verbleibt. Beim Leopard hatte ich noch Malmittel 3 von Lukas als Trocknungsbeschleuniger mit untergemischt. Das war mir dann aber beim Malen zu zäh. Hat aber einen angenehmen Effekt und verleiht den Farben noch mehr Glanz, wie ich feststellen konnte.
Bei den Ölfarben verwende ich Lukas 1862; Bob Ross-Blumen & Wildtierfarben.
In der linken oberen Ecke beginne ich fleckig eine sehr hell angemischte Zitronenfarbe aufzubringen und verblende diese leicht. Vom hellsten Punkt wegbewegend, lasse ich die Farbe dunkler werden und verblende dabei wieder leicht.
Mit einem stark verdünntem Permanentgrün hell deute ich mit dem Flachpinsel erste Blätter an der rechten Seite des Lichteinfalls. Im unteren Bereich trage ich die Farbe eher fleckig und ohne Struktur auf. Dabei bringe ich eine Art Zinnobergrün mit auf. Dunklere Grüntöne mische ich mir mit Kadmimugelb und Phthaloblau an. Das Ganze verblende ich wieder leicht, um so einen verschwommenen Hintergrund zu gestalten. Ein paar Flecke im unteren Bereich mache ich dann noch mit verdünntem Königsblau, die ich ebenfalls mit der gelb-grünen Farbe verblende.
Mit dunklem angemischtem Grün, fülle ich die Bereiche aus, die ich mir vorher vorskitziert hatte und die ich am Ende gerne dunkel haben möchte. Ich habe mich bewußt gegen eine Hintergrunduntermalung mit schwarzem Gesso entschieden, damit ich den verschwommenen Hintergrund besser darstellen kann (vielleicht gibt es ja hier auch mit Gesso eine Möglichkeit, aber ich kenne sie nicht). Den unteren Bereich mache ich ebenfalls fleckig dunkel und ziehe mit stark verdünnter dunkler grüner Farbe ein paar Gräser rein. Durch die starke Verdünnung wirken sie sehr durchscheinend. Unterhalb des Stammes achte ich darauf, dass ich eine helle Korona erhalte, da hier am Ende ein Gegenlicht entstehen und den Ast abheben soll.
Im Übergang von den weit entfernten Blättern, male ich nun dunkler werdend weitere Blätter mit dem Flachpinsel. Zwischndurch wieder leicht verblenden.
Nun male ich mit verdünntem Umbra natur die Äste im Hintergrund. Die Struktur deute ich mit verschiedenen dunklen Tönen an. Auch hier verblende ich im Anschluss wieder.
Wie in eben beschrieben, baue ich so langsam den Hintergrund auf. Dabei arbeite ich mich bei den Blättern möglichst von hinten nach vorne. Verblenden nicht vergessen! Soll ja später verschwommen aussehen.
An den Bildnummern könnt ihr sehen, dass ich ein paar weggelassen habe, aber es sind vom Prinzip her die gleichen Schritte wie bereits beschrieben.
Der Hintergrund sieht in diesem Stadium noch ein bischen unfertig aus, aber es kommen noch ein paar Kleinigkeiten, die den Gesamteindruck dann verbessern.
Affe
So nun kommen die Augen mit verdünntem Gebrannte Siena dran. Die dunkleren Stellen leicht mit der gleichen Farbe und dem Scripliner einstreichen. Wenn zuviel Farbe genommen wurde, kann diese wieder mit dem Scriptliner und etwas Blumenöl entfernt oder aufgehellt werden.
Die dunkle Seite des Gesichts habe ich nochmal mit Transparent Schwarz nachgedunkelt. Dazu habe ich wieder den Flachpinsel von Lukas verwendet.
Die braunen Bereiche des Fells habe ich ebenfalls mit Gebrannte Siena eingestrichen.
Die Krallen habe ich in einer Mischung aus Altrosa und Transparentschwarzt mit dem Scriptliner angemalt.
Im Gesicht habe ich die einzlenen Barthaare, Tasthaare und Teile der Gesichtsbehaarung mit dem Scriptliner und Titanweis reingezogen.
Die vom Licht beschienen Stellen in den weißen Bereichen des Fells, habe ich mit Titanweis und dem Scriptliner hervorgeholt. Bitte beachten, wir befinden uns hier in einer Zwischenphase, also der ersten Ölfarbenschicht. Weitere Details und Erreichung der Tiefe im Bild kommt zu einem späteren Zeitpunkt. Nicht bereits hier an das fertige Bild denken!
Nachfolgend habe ich mir die Kopfhaare vorgenommen. Die dunklen Haare über dem Körper an der Seite des Afffen habe ich mit verdünnter Gebrannte Siena und dem kleinen Flachpinsel eingezogen. Den Pinsel habe ich dabei mit der langen Kante zum reinziehen genommen.
Um den Kopf herum, habe ich dann das Grün im Hintergrund noch verstärkt und einige Blätter gemalt. Diese natürlich wieder leicht verblendet, damit der Eindruck des Verschwommenen entsteht.
Dann habe ich den Stamm mit verdünntem Umbra natur eingestrichen.
Mit einem selbst angemischten Moosgrün, habe ich dann den Bereich eingestrichen, wo später das Moss entstehen soll.
Mit ein bischen verdünntem Kadmiumgelb tupfe ich dann mit einem Borstenpinsel erste Highlights auf.
In diesem Stadium habe ich das Bild dann eine Woche trocknen lassen und weil mir das Hintergrundgrün rechts vom Betrachter aus gesehen nicht dunkel genug war und der Bereich unter dem Stamm zu hell und zu fleckig, habe ich die besagten Bereiche mit verdünntem Transparentschwarz abgedunkelt.
So, nun kommen die letzten Steps. Mit warmen weis, stark verdünntem transparent schwarz und titanweis habe ich mit dem Scriptliner Schatten und Highlights des Fell hervorgeholt. Den Pinsel habe ich zuvor wieder mit Blumenöl leicht angefeuchtet, um so eine bessere Fliesmöglichkeit für die Farbe zu bekommen. Die Haare im oberen Kopfbereich ziehe ich dann über das Grün des Hintergrunds (das beantowrtet eine der ersten Fragen von Eichin Smile)Leider auf den Stepbildern nicht so gut zu erkennen, aber auf dem finalen Bild habe ich es besser fotografieren können.
Mit einem alten Borstenpinsel stosse ich mit der Kante eine Mischung aus Kadmiumgelb und warmen weis auf die mit Highlights zu versehenen Stellen des grünen Moos.
Mit umbra natur und warmen weis mische ich mir einen sandfarbene Ton an. Mit dieser Mischung lade ich flach gezogen eine Seite des Scriptliners und die andere mit reinem umbra natur. Nicht das Blumenöl für den besseren Fluss der Farbe vergessen, da wir ja auf einem bereits getrockneten Bild arbeiten. Den Pinsel fasse ich am hinteren Ende an und drehe ihn beim herunterziehen ruckartig von links nach rechts und umgedreht. Damit bekommen ich diese geschwungenen Linien des herunterhängenden Moss.
Auf der rechten Seite male ich mit einem Rot-Taklon Flachpinsel von Lukas einige größere Blätter, die etwas über den Stamm und den Affen hängen. Da diese Blätter in einem eher dunklen Bereich liegen habe ich eine dunkle Ölivgrünmischung mit Umbra und Saftgrün gemischt. Diese Mischung ziehe ich auf die eine Seite des Flachpinsles und auf die andere nehme ich reines Saftgrün. Mit der flachen Kante des Pinsels und der Saftgrünseite nach oben haltend, ziehe ich dann die Blätter von links nach rechts und drehe den Pinsel bei dieser Bewegung so, das die Blätter nach rechts immer dunkler werden. Man könnte noch viel mehr Details einbringen, aber ich habe es so gelassen. Jetzt noch die Unterschrift drauf und fertig!
So hier das finale Bild und zwei Bildausschnitte, die euch noch mal einen etwas besseren Blick in die Details geben.
Hoffe der Step hat allen Spaß gemacht. Mir hat er Spaß gemacht und ich denke es wird nicht der Letzte sein. Ein Pferdeportrait als Step in dieser Technik wäre doch was.
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Erstellt hat diesen wundervollen Beitrag udomrtt
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