Grundausstattung (Zeichnen)

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Ich hab mir gedacht; ich stelle mal kein Bild rein, sondern gebe euch lieber Tipps und Tricks aus meiner Jugendzeit, in Sachen Blei - Buntstift und Pastell!! Damit könnt ihr eventuell mehr anfangen.

Here weg go!

Inhaltsverzeichnis

Mein Arbeitsplatz

Ich arbeite bevorzugt auf einer A2 Zeichenplatte, welche im Winkel von ca 45° - 60° Grad aufgestellt ist.

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Da komm ich an jede Partie ran und brauche keine Angst zu haben, daß mein Bauch im Weg ist. Außerdem ist das Teil wunderbar im Bereich des Fernsehers platziert, um so Mist wie "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" nicht zu verpassen.

Meine Bleistifte

Tja, da gibt's an sich nicht viel zu sagen, ich hab so ein Uralt-Set von Rexel Cumberland, welches leider vom Graphit her in die Jahre gekommen ist (wie manch einer meiner Kollegen) und sich in der Spitzmaschine nicht mehr verarbeiten lässt. Eine Spezialmarke kann ich leider nicht empfehlen.

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Die ersten vier von links sind normale Bleistifte. Der nächste ist der Fine-line Stift. Dann kommen der TK-Stift und zu guter Letzt der "massacred pencil". Mein wichtigster Stift.

Meine Stärken gehen von 5H bis 10B, wobei der H-Stift (massacred pencil), wie man auf dem Bild sieht, speziell bearbeitet ist. Den Grund dafür liefere ich euch detaillierter in Part II. Es kommt vor, daß ich auf einen TK-Stift ausweiche. Speziell dann, wenn ich einen massacred pencil wieder mal beim Spitzen von seiner Mine befreit habe (broken). Diese setze ich dann in den Tk-Stift ein, welchen ich aber sehr ungern benutze, da er schlecht in der Hand liegt. Ich hab auch schon mit Fine-linern rumexperimentiert, die aber leider noch viel schlechter in meinem Greifwerkzeug (Hand) liegen.

Radierer

Da arbeite ich am liebsten mit weichen Radierstiften, einem weichen Flächenradierer und meinem Lieblingsteil, dem elektrischen Monsterradierer.

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Wie man richtig vermutet, liegt der Monstereraser auf der linken Seite. Den Rest werdet Ihr ohne weiteres erkennen. Der dritte von rechts ist der Glasfaserradierer; ein sehr gefährliches Teil. Wenn man da beim erasen nicht aufpasst, hat man die Glasfasersplitter in den Fingern, welche wie kleine Spreisel wirken können.

Den zuletzt genannten, nehme ich gerne um hauchfeine Linien z.B. in Haare oder andere Stellen zu radieren. Um der Radierspitze einen kegelförmigen scharfen Schliff zu geben; fahre ich immer an einem Schleifpapier entlang. Grobe Dinge mache ich übrigens mit einem weichen Radierstift; ganz einfache Sachen mit dem normalen Radierer. Was ich ebenso gerne benutze ist ein Glasfaserradierer oder die Rasierklinge; wobei letztere sehr schnell das Papier empfindlich verletzen kann. Manchmal nehme auch für Schabungen ein Skalpell.

Was ich seltsamerweise nie probiert habe, ist ein Knetgummi. Ich hatte vor Jahrzehnten einen, der hat mir ne Zeichnung ruiniert; warum auch immer. Das Teil hab ich heute noch, ist aber nur noch als Sägemehl zu verwenden.

Spitzer

very important

Da habe ich 3 Sorten von. Den herkömmlichen aus der Schulzeit bekannten Spitzer. Die Spitzmaschine mit Drehhebel und den Spitzer für TK-Stifte.

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Der ganz Linke ist der herkömmliche Spitzer. Der daneben der Minenspitzer und die ganz rechts sind Spitzmaschinen

Den normalen Spitzer nehme ich eher selten. Wenn dann greif ich zur Maschine mit Hebel. Die bringt eine erstklassige saubere Spitze, welches recht detailliertes Zeichnen im mittleren Bereich zulässt. Um allerdings - speziell bei der Vorzeichnung oder aber zum abschließenden Konturieren, extrem scharfe und akkurate Formen zu bekommen, arbeite ich mit meinen "massacred pencils", welche ich in der TK-Stift Spitzmaschine bearbeite. Eine schärfere Spitze bekommt man meiner Meinung nach, mit nichts anderem zustande. Es gibt auch die Möglichkeit, mit Schleifpads, den Stiften ungeahnte Formen zu verleihen. Ich habs aber nie probiert.

Verwischobjekte

Um meine Schattierungen sauber zu verblenden, nehme ich einen meiner uralten Estompes mit nem Tempo drumherum oder nehme meinen Finger, welcher ebenfalls mit einem Menthol-Tempo ummantelt ist.

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Ganz links sitzt wieder der Monsterradierer, aber als Schwabbelscheibe modifiziert. Den Rest kennt ihr vermutlich?

Man kann natürlich auch Wattestäbchen, Pinsel oder der Nachbarskatze Schwanz nehmen, was auch immer. Ich schwör auf meinen modifizierten Radierstift, da schiebe ich vorne anstatt der Radierspitze ein kleines zurechtgeschnitztes Tempo rein und hab dann eine erstklassige Schwabbelscheibe. Da glänzt dann das Blending wie ein Kinderpopo.

Papier

Zum Papier kann ich nur sagen: nehmt lieber kein Umweltpapier (zu unrein), und seht zu, daß die Grammzahl nicht zu niedrig liegt. Auch sollte eine gewisse Rauhheit vorhanden sein, denn ist das Papier zu glatt, so ist man lange am kämpfen, bis die Hell - Dunkelwerte (Values) erreicht sind. Ich neige zu Papier von z.B. Daler-Rowney. Auch sind farbige Papiere wie z.B. Ton oder Velour oft problematisch, da sie sich nicht rückstandsfrei radieren lassen (eingeschlagene Stellen nach Radierbearbeitung ).

Sonstiges

Sehr von Vorteil ist natürlich ein feines Schleifpapier, mit welchem man z.B. die Spitze des E-Radierers in Form bringen kann, ein Zirkel oder diverse Schablonen, um runde Formen schnellst möglichst aufzuskizzieren, ein PC mit Scanner und Drucker um Entwürfe zu vergrößern bzw. auszudrucken und last not least zwei gesunde Hände, um das alles zu bedienen.

Also verehrte Damen und Herren, immer feste mit Pril spülen und hinterher gut eincremen mit Nivea oder so.

Ich hoffe euch ein bisserl geholfen zu haben

Harley

-- End Part one --


Erstellt von Harley

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