Granulieren
Aus Malerfreunde Wiki
Der Begriff des Granulierens stammt ursprünglich aus der Aquarellmalerei, die bekannter Weise eine der ältesten Maltechniken ist. Diese Technik lässt sich aber durchaus auch auf andere Malverfahren wie z.B. Acryl oder Öl anwenden.
Vom Granulieren spricht man, wenn man mit unverdünnter, möglichst dicker Farbe und einem trockenen Pinsel über einen rauen Malgrund streicht. Dabei wird zu meist ohne jeglichen Druck gearbeitet.
Durch diese Arbeitsweise lagert sich die Farbe nur an den erhabenen Stellen des Malgrundes ab und man erhält eine leichte, gebrochene Struktur.
Diese Technik eignet sich besonders gut um Lichtreflexe zu erzeugen oder besonders harmonische Farbübergänge in der Acrylmalerei zu erzielen.
Im ersten Arbeitsgang nimmt man mit einem trockenen Pinsel (z.B. einem Katzenzungenpinsel) relativ viel Farbe auf und streicht diese dann auf einem Stück Küchenkrepp oder einem Stück Stoff wieder ab.
Man erhält einen nahezu trockenen Pinsel, der aber noch Farbe in den Haaren enthält.
Nun beginnt man vorsichtig, ohne jeglichen Druck, den Pinsel über den Malgrund zu streichen.
Variiert man die Farbmenge in den Pinselhaaren, den Druck oder die Arbeitsweise (z.B. kreisende Bewegungen) erzielt man unterschiedliche Effekte.
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