Fachbegriffe

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Kleines Technik - ABC

A

Abdecken

Von " abdecken " spricht man eher in der Aquarell , - oder Acrylmalerei. Abdecken bedeutet das man einzelne Stellen auf dem Papier auf die keine Farbe soll , mittels Abdeckfolie oder Schablonen oder Klebeband oder " Rubbelkrepp " abdeckt. Man malt dann sein Bild fertig , und entfernt danach das Abdeckmaterial wieder. ( Je nach Art des Abdeckmaterial , enfernt man es wenn die Farbe noch feucht ist (zB. Klebeband ) , oder aber erst wenn sie gut durchgetrocknet ist( zB. Rubbelkrepp ) .

Die freigelegten Partien zeigen nun den Originalton des Untergrundes . ( Diese können nun so belassen , oder auch bemalt werden . )

Aufhellen

Beim aufhellen werden halbtransparente oder deckende Farben über dunklere Töne gesetzt. Man trägt gewöhnlich die Farbe locker auf , so das die unteren Töne durchaus noch durchscheinen können . ( zB. Qualm oder Nebel )

Aufrastern

Dies beschreibt eine Kopiertechnik , bei der man die Konturen einer Vorlage auf seinen Bildträger überträgt. Man legt ein " Raster " aus Quadraten auf das Original . Zeichnet einen gleichen Raster ( oder größeren ) auf die Leinwand , und überträgt nun das Original Quadrat für Quadrat.

B

Bleiweiss

gilt als weißestes Weiß in der Malerei

Herstellung von Bleiweiß : ( auch bekannt unter Kremser Weiß )

Metallisches Blei wurde während Monaten in Tongefässen über Essig gelagert, wobei die Töpfe im Kuhmist eingegraben wurden. Bei der erhöhten Temperatur des fermentierenden Mists reagierte Blei mit Essigdämpfen und Kohlendioxid, wobei sich eine weisse Kruste von Bleiweiss bildete. Das Pigment wurde dann abgekratzt, getrocknet und gemahlen.


D

Deckfarbe

Deckende Farbe ist eigentlich Aquarellfarbe die mit Weiß versetzt wurde um sie " deckender " zu machen . Und im Allgemeinen handelt es sich um eine Farbbezeichnung ( für alle Maltechniken geltend ) die mehr deckend als tranparent ist.

Duktus

Der Pinselduktus gibt Auskunft über die Art der Pinselführung .


F

Farben

Der Begriff " Farbe " ist unterteilbar Essays in drei Dimensionen . Man unterscheidet " Farbton / Farbwert / Farbintensität " !

Farbton :

Der Ton der Farbe wird ausgedrückt durch den Name der Farbe .

Hier das Beispiel Blau:

  • Blau
  • Ultramarinblau
  • Blaugrün
Farbwert :

Der Farbwert beschreibt die Helligkeit odr Dunkelheit des entsprechenden Farbtons . ( Hellgrau / Dunkelgrau )

Farbintensität :

Damit ist die Leuchtkraft und Brillanz des Farbtons gemeint . Man kennt intensive Farben , die dann als satt oder lebendig umschrieben werden . Oder man umschreibt mit matt , trüber oder stumpf weniger intensive Farben .

Fett ...

.... auf Mager ist eine Regel aus der Ölmalerei.

Fett bedeutet das die Farbe mehr Öl enthält.

Mager bedeutet das die Farbe entsprechend weniger Öl enthält .

Da der Trocknungprozess bei Ölbildern durchaus ein Jahr oder länger dauern kann , muß jede getrocknete Farbschicht ein bischen elastischer sein als die darunterliegende . So kann die Schicht nicht reißen und haftet auf dem Untergrund.

Firniss

Firnisse sind Mittel die das fertige Werk vor Staub und Schmutz schützen sollen.

In der Öltechnik :

Hier sollte das Firnissen erst stattfinden , wenn das Bild getrocknet ist . ( Frühestens nach einem halben Jahr . )

In der Acryltechnik:

Hier trocknet das Bild gleich , entsprechend kann man es auch gleich firnissen.

Auf dem Markt gibt es ausgezeichnete Kunstharzfirnisse , die man mit einem breiten , flachen Borstenpinsel auftragen sollte.

( Inzwischen gibt es natürlich auch einwandfreie Firniss - Sprays )

G

Graphitstifte

Graphitstifte bestehen aus pulverisiertem Graphit und feingeschlämmter Ton als Zusatz . Irrtümlicherweise wird der Graphitstift als " Bleistift " bezeichnet !!! ( Dies ist aber falsch , denn im Bleistift ist definitiv kein Blei , sondern eben : Graphit . ) Heute sind 22 Härtegrade von 9H bis H über HB und M zu B bis 9B im Handel erhältlich .

  • H steht für " Hart "
  • HB steht für "  ? "
  • M steht für " Mittel "
  • B steht für " Weich "

Beim Zeichnen greift man deshalb zu den weicheren B - Stiften , mitdenen sich viele Tonwerte erfassen lassen . Der 9H ist grau im Strich und der 9B tiefschwarz .

Gummiarabicum

Gummi Arabicum ist im Grunde das Bindemittel für Aquarellfarben; eine kleine Zugabe davon gibt der Farbe mehr Brillianz. Allerdings wird die Farbe dann wiederum dickflüssig, bzw. sollte verdünnt werden.

H

Hadern

Hadern (Lumpen aus pflanzlichen Fasern) waren bis im 18.Jh. das einzige in Europa eingesetzte Rohfasermaterial für die Papierherstellung. Heute stellen solche Textilfasern aus Abfallstoffen oder von Altkleidern weniger als 2% der eingesetzten Faserrohstoffe. Eingesetzt werden Hadern teilweise noch für Papiere, an die besondere Ansprüche gestellt werden, wie Banknoten- oder Dokumentenpapiere und Bibel- oder Dünndruckpapiere.

Highlights

Highlights sind Glanzlichter ( Lichtpunkte ) . Sie werden entweder hell aufgesetzt , oder ausgewaschen ( in der Aquarell,- und Acryltechnik ) Man kann sie auch ganz aussparen.



L

Lasieren

Auf eine getrocknete Untermalung werden Schichten von tranparenter Farbe gesetzt . Zur Erzielung bestimmter Effekte können mehrere Schichten übereinander gemalt werden , wobei allerdings die Regel " Fett auf Mager " beachtet werden muß . ( Jede folgende Schicht muß einen Tropfen Öl mehr zugesetzt bekommen . )


Monochrome Malerei

Dies ist eine Technik , in der in verschiedenen Tönen einer Farbe gemalt wird . Mit der Farbe " Grau " wird diese Technik auch gerne als Untermalung eingesetzt . ( Man kann so Formen und Töne genau festlegen , ehe dann Farben in deckenden oder transparenten Lasuren aufgetragen wird .)


P

Pastos

Pastoses Malen ist eine Technik mit dickflüssiger Farbe. Diese kann man Spachtel oder mit Borstenpinsel auftragen . Eine stark strukturierte Leinwand ist beabsichtigt und entsteht dadurch das man beim auftragen die Farbränder stehen läßt .

Primamalerei

Wird auch Alla - prima - Malerei genannt. Damit meint man die Maltechnik in der die erste aufgetragene Farbschicht auch die letzte ist.


R

Radiermittel

Mann kennt verschiedene Arten wie :

  • Radiergummi
  • Radierstift
  • Knetgummi
  • Radiermesser
Radiergummi :

Die allgemeine Arbeitweise bei Radiergummis ist , das sie beim streichen über Papier kleine Gummikrümel oder " Würste " abgeben , welche das Graphit oder ähnliches in sich aufnehmen . Hier gibt es wiederum zwei Sorten in verschiedenen Härtegraden für unterschiedliche Einsatzbereiche . Die Kautschukradierer ( natürlich )und die Kunststoffradierer ( künstlich ). Beide eignen sich für Werke die mit härteren Bleistiften ausgeführt worden sind . Bei den Kunststoffradierern gibt es Versionen , die durchaus auch Tinte oder Tusche entfernen .

Radierstift :

Herkömmliche Radiergummis in Stiftform ( entweder in Holz gefasst wie Bleistifte oder wie Druckbleistifte mit Ersatz"minen" ! ) Diese lassen sich natürlich mit Messern oder ähnlichem , anspitzen , und so punktgenau einsetzen .

Knetgummi :

Der Knetgummi lässt sich verformen und ebenfalls exakt einsetzen . Sein Einsatzgebiet ist die Malerei mit Graphit oder Kohle ( Hier würde jeder herkömmliche weiche Radierer schmieren . )

Radiermesser :

Hier handelt es sich schon eher um ein Werkzeug . Man kann damit kontrolliert Farbe entfernen ( etwa Pastellfarbe ) . Ebenfalls eignen sich Radiermesser für Kratzarbeiten .

So lassen sich interessante Effekte gestalten :

Malt man zum Beispiel mit wasserabweisenden Ölpastellen , kann man mit Radiermessern in die bereits aufgetragene Farbe Zeichnen oder Schraffieren . Wenn man anschließend laviert , nehmen die Kratzspuren Farbe an .



U

Untermalung

Mit Untermalung meint man die Schichten , die unter der letzten Farbschicht ( --> Übermalung ) sind .

Allerdings kennt man verschiedene Untermalungsarten :
Mit monochromer Untermalung meint man zB. das komplette Motiv in verschiedenen Farbschattierungen einer Farbe angelegt wird . Für die helleren Töne wird diese immer mehr verdünnt .
Oder der Grund des Motivs ist in einer dunklen Farbe gehalten und die helleren Schattierungen werden mit Weiß aufgehellt .

Ü

Übermalung

Mit Übermalung bezeichnet man die letzte auf die Leinwand aufgetragene Farbschicht . Wird sie nur als Lasur aufgesetzt , so kommt der Untermalung eine große Bedeutung zu . ( Diese muß dann schon ein ausgearbeitetes Bild darstellen . ) Allerdings kann die letzte Farbschicht natürlich auch deckend ausgeführt werden . --> Primamalerei

V

Vermalen

Beim Vermalen wird versucht verschiedene Farbtöne miteinander zu verschmelzen .Die Übergänge von Dunkel zu Hell sollen fließend erscheinen .

Bei Ölfarben geht dies besonders gut , da sie ja bekannter Weise nur langsam trocknen . Daher kann man tonpartien nebeneinader auftragen , und sie dann mit einem trockenen und sauberen Pinsel vermalen .
Bei Acrylfarben geht man wiederum anders vor . Direkt nach dem Auftrag der Farbe wird der Farbrand mit einem sauberen aber feuchten Pinsel vermalt . Ist diese dann getrocknet , wird eine andere Farbe daneben gesetzt und genauso behandelt .
Bei Aquarellfarben vemalt man , in dem man das Papier anfeuchtet. Die farbe verdünnt sich so automatisch und verläuft wenn sie mit dem Papier in Berührung kommt .
Beim Zeichnen vermalt man verschiedene Töne miteinander indem man sie schraffiert ( am besten entgegengesetzt : eine Farbe von schräg von links oben nach rechts unten und die andere von rechts oben nach links unten...)

Feine Abstufungen erzielt man wenn man die Schraffur zusätzlich mit dem Finger verwischt .

Persönliche Werkzeuge