Enid (KdM Januar 2008)

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Enid - Künstlerin des Monats Januar 2008

Enid
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Fragebogen

Wie hast Du unser Malerforum „Malerfreunde.com“ gefunden?

Im Internet hatte ich das Suchwort „Maler“ eingegeben und traf auf dieses Forum.

Welche Maltechnik bevorzugst Du und warum?

Kubismusmalerei. Realistisches Malen ist nicht meine Stärke. Die Geometrie, Linien und Dreiecke vereinfachen, minimalisieren die Dinge. Meine Gefühle und Fantasie bringe ich dann mit den Farben zum Ausdruck.

Welche Materialien benutzt Du?

Leinwand und Ölfarben, meistens auf wasserlöslicher Basis, weil die Reinigung der Pinsel ohne entflammbare Stoffe geschehen kann.

Probierst Du auch andere Techniken aus?

Pointilismus ist eine interessante Technik. Ich habe mich bereits kurz damit befasst. Sobald ich die richtigen Pinsel hierfür gefunden habe, werde ich damit anfangen. Die Spachteltechnik hatte ich früher mal gemacht. Vielleicht werde ich irgendwann die Spachtel wieder in die Hand nehmen.

Wie findest Du Deine Malmotive?

Diese Frage lässt sich schwer beantworten, da ich bei der Kubismus-Malerei von der Spontaneität lebe, d.h. ich habe eine grobe Vorstellung und fange an zu malen. Während das Bild sich entwickelt, schält sich erst das richtige Motiv heraus. Meine Motivbeurteilung ist deshalb sehr unterschiedlich.

Hat sich Dein Leben durch die Malerei verändert, wenn ja, wie?

Nein, denn die Malerei ist nur eins meiner Hobbys. Wenn ich Zeit habe, male ich, wenn andere Prioritäten mich rufen, male ich nicht.

Wer oder was beschäftigt Dich außer der Malerei in Deinem Leben?

Menschen, Politik, Literatur, ein wenig Philosophie, Tiere, Natur.

Respektiert Deine Familie Deine Malerei und den Zeitaufwand, der damit verbunden ist?

Da ich nicht gebunden bin, habe ich mit dieser Frage kein Problem.

Wer ist Dein Lieblingsmaler in der Vergangenheit und Gegenwart?

Vergangenheit: Nolde, Gaugin, Feininger. Gegenwart: Renoir und Feininger.

Hattest Du mit Deinen Bildern schon eine Ausstellung/ eine Vernissage?

Bisher nicht, da ich meine Bilder nicht so gut finde als dass ich sie ausstellen müsste.

Wo siehst Du Dich und Deine Malerei in einigen Jahren?

Da die Malerei nur mein Hobby ist, hoffe ich, dass mich diese Beschäftigung auch in einigen Jahren noch zufrieden stellt und ich durch Hilfestellungen und Kritiken mich verbessern kann.

Hast Du Vorschläge an die Moderatoren, um unser Forum noch besser zu gestalten?

Eigentlich keine, da ich restlos zufrieden bin mit dem System oder Ablauf von heute. Ich hätte jedoch noch einen Wunsch und zwar, dass sich Experten, die es ja gibt, mehr zur Verfügung stellen, um z.B. step-by-steps in Absprache mit Interessenten zu machen.

Werdegang

Geboren am 29.04.1938 in Bandung/ Indonesien mit einem holländischen Pass (den versuche ich jetzt für einen deutschen einzutauschen). In Indonesien habe ich die Oberschule besucht und dort u.a. Deutsch Unterricht bekommen. (hatte eine langweilige aber sehr gute Lehrerin). Die politischen Umstände machten den Umzug in 1956 nach Holland erforderlich. (seitdem weiß ich was Schnee, Dauerregen und Kälte sind). In Holland fing ich an mit meiner kaufmännischen Ausbildung, da ein Studium an der Kunstakademie in Holland verpönt war. Also musste ich tippen, Steno usw. lernen. Nach einem kurzen Aufenthalt im Einkauf bei einer US-Firma in Holland ging ich nach Brüssel, um dort 3 Jahre für die heutige E.U. zu arbeiten. Hier habe ich gelernt, was Bürokratismus ist. Ich war froh, dass ich danach einen interessanten Job im technischen Verkauf fand, der letztlich in meine eigene Firma mündete. Malen, sofern man das malen nennen konnte, habe ich seit meiner Schulzeit getan. Als ich im Beruf war phasenweise auch. Die Malerei war kurzerhand abgelegt als ich meine eigene Firma hatte. Nun, im Rentenstand habe ich natürlich viel mehr Zeit und, falls möglich und keine anderen Verpflichtungen mich rufen, stehe ich an der Staffelei. Von der Schulzeit an, wo ich einen Lehrer hatte, der mir viel geholfen hatte, habe ich mich mit Landschaften beschäftigt. Ich bin eine vollkommene Null, wenn es um andere Dinge in der Malerei geht. Meistens liegt es daran, dass meine Geduld nicht sehr lange Strecken gehen kann. Durch meinen Beruf musste ich mich viel mit technischen Zeichnungen beschäftigen und somit lag es auf der Hand, dass ich anfing „Linien, Geometrie zu lieben“ jedoch ohne jeglichen mathematischen Verstand dafür. Diese Vorliebe wurde noch unterstützt durch ein Buch, das ich über Lionel Feininger gekauft hatte, mein Vorbild in der kubistischen Malerei. Wieder angefangen hatte ich mit Bob Ross, aber der Kubismus ließ mich jedoch nicht mehr los. Für den Beruf musste ich sehr viel reisen, was ich eines Teils jetzt vermisse, weil man hier und dort doch schöne Landschaften entdeckte bzw. neue Eindrücke gewann. Das Rentnerinnenleben hat jedoch auch seinen Reiz nämlich Zeit und nicht mehr so viel Stress zu haben. Weil ich dieses Glück jetzt habe, mir die Zeit selbst einteilen zu dürfen und zu können, bin ich auf Bob Ross bzw. die Malerfreunde gekommen. Seit Tag 1 habe ich mich dort sehr wohl gefüllt, vor allen Dingen weil die aufbauende Kritik mir sehr geholfen hat, sicherlich über diverse Hemmschwellen, die man als Hobbymalerin ohne background nun mal hat, hinweg zu kommen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ich dennoch diese Auszeichnung „Künstlerin des Monats“ bekommen habe.


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