Bilderrahmen (Selbstgemacht)
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Um die Rahmen herstellen zu können, muß folgendes Werkzeug vorhanden sein:
- Kreissäge mit verstellbaren Anschlag
- Klebeband
- Holzleim
- Schleifklotz
Als erstes braucht man vier Holzleisten mit gleichem Querschnitt. Man benutzt da welche mit den Maßen 40 x 32 mm. MAnn kann sich bei Ebay ein paar Leimholzplatten mit den Maßen 800 x 350 x 32 mm ersteigern. Von der Platte sägt man sich 4 cm breite Leisten runter, das werden genau acht Stück.
In diese Leisten muß hinten ein Falz rein, damit das Bild später in den Rahmen passt. Sieht dann so aus:
Die Leinwände von LUKAS sind 18 mm dick, die Nut für Sperrholzstreifen (verhindern ein Herausfallen des Bildes) ist 4 mm, und links neben der Nut bleiben ebenfalls 4 mm stehen. Daraus ergibt sich eine Gesamthöhe des Falzes von 26 mm.
Die Breite des Falzes ist 10 mm.
Um den Falz mit der Kreissäge zu erstellen, geht man folgendermaßen vor:
- Kreissäge in der Höhe auf 10 mm einstellen (Schnitttiefe)
- Längsanschlag einstellen und das Sägeblatt mit BERÜCKSICHTIGEN.
(z. B. bei 2,5 mm Sägeblattdicke den Anschlag auf 23,5 mm einstellen --> zusammen 26 mm).
- Alle Leisten einmal mit dieser Einstellung bearbeiten.
Danach Sägeblatt auf 15 mm Schnitttiefe einstellen, den Anschlag neu justieren, und zwar um 18 mm (Leinwandstärke) weniger. Jede Leiste bearbeiten. Da der Schlitz noch zu schmal ist, den Anschlag nochmal verstellen (ca. 1,5 mm weniger) und alle Leisten nochmal durchschieben. Dies ist die Nut für die Sperrholzstreifen und sollte jetzt 4 mm breit sein.
Sägeblatt jetzt auf 26 mm Höhe einstellen, den Anschlag wieder neu einstellen und den Falz fertigsägen. Wer will, kann durch schwenken des Sägeblattes noch eine kleine Fase vorne anbringen oder auch noch die hintere Kante brechen (im kleinen Bild unten rechts).
Ich mach noch ein paar Bilder, Fortsetztzng folgt.
Jetzt stellt man den Anschlag der Säge auf 45 Grad ein und sägt an allen Leisten gleich eine Gehrung.
Bildmaße hernehmen, in meinen Fall waren das 60 x 50 cm (ziemlich genau sogar). Die Leisten etwas länger lassen, so ca. 5 mm. Wichtig ist, immer im Falz zu messen:
Genau messen, anzeichnen und die zweite Gehrung an die Leisten sägen.
Jetzt sollte man zwei mal zwei gleiche Teile haben. Bevor´s zum verleimen geht, den Rahmen zusammensetzten und an drei Ecken Klebeband ankleben. Den Rahmen aufklappen und die Gehrungsflächen einleimen (alle, Leim nicht zu knapp, aber auch nicht zuviel). Den Rahmen zusammenklappen und die vierte Ecke mit Klebeband sichern. Überschüssigen Leim sofort mit einen feuchten Lappen entfernen.
Nachdem der Leim abgebunden hat, den Rahmen abschleifen. Wer will, kann das Holz noch mit Holzöl behandeln (empfehlenswert) und evtl. noch einwachsen.
Damit das Bild nicht aus dem Rahmen fällt, einfach mit passenden kleinen Sperrholzplättchen in der hinteren Nut sichern. Der Rahmen kann mit Aufhängern versehen werden oder noch einfacher, man bohrt ein bzw. zwei Loch/Löcher in den Rahmen, funktioniert prima.
Natürlich weiß ich, daß die wenigsten mit Kreissäge (geschweige denn Oberfräse) gesegnet sind, vielleicht ist ja doch jemand dabei und versucht´s. Sollten noch Fragen offen sein zum Bau, einfach melden.
markus